FC Wohlen

Wohler Fussball-Stadion Niedermatten soll Kunstrasen erhalten

So glänzend englisch sieht der Rasen im Fussball-Stadion Niedermatten selten aus: Der FC Wohlen spielt schon bald auf Kunstrasen

So glänzend englisch sieht der Rasen im Fussball-Stadion Niedermatten selten aus: Der FC Wohlen spielt schon bald auf Kunstrasen

Der FC Wohlen soll schon bald auf Kunstrasen spielen. Die Gemeinde will sich am 1,6 Mio. Franken teuren Projekt mit 1,16 Mio. Franken beteiligen. Die Trainingsstunden haben sich seit 2004 von 62 auf 88 Stunden pro Woche gesteigert. Beim Verein träumt man schon lange vom künstlichen Grün.

Gesprochen wird davon schon seit einiger Zeit, jetzt liegt der konkrete Bericht und Antrag (BA) auf dem Tisch.

Schon im nächsten Monat soll der Einwohnerrat Wohlen über einen Bruttokredit von 1,6 Mio. Franken für den Einbau eines Kunstrasens auf dem Hauptfeld im Fussball-Stadion Niedermatten befinden.

Das Projekt würde die Wohler Gemeindefinanzen netto letztlich mit 1,16 Mio. Franken belasten.

400 000 Franken sind als Beitrag aus dem Swisslos-Sportfonds Aargau bereits fest zugesichert. Der Beitrag des Fussballclubs beläuft sich auf 41 660 Franken.

Funktionäre und Freiwillige räumen den Schnee im Stadion Niedermatten weg – der Rasen leidet stark, das soll sich mit einem Kunstrasen ändern

Funktionäre und Freiwillige räumen den Schnee im Stadion Niedermatten weg – der Rasen leidet stark, das soll sich mit einem Kunstrasen ändern

Der Gemeinderat gibt im BA ein zügiges Tempo vor: Am 21. März soll die Vorlage im Einwohnerrat behandelt werden. Bei einem positiven Entscheid wird im April die öffentliche Ausschreibung im offenen Verfahren stattfinden und im Mai soll der Auftrag vergeben werden.

Zweimal Kunstrasen auf einmal

Bereits bewilligt hat der Einwohnerrat Wohlen im August 2015 den Ersatz des Kunstrasens auf dem Trainingsplatz.

Hier wird mit Kosten von 495 000 Franken gerechnet. Davon zahlt 313 578 Franken die Gemeinde, 168 552 Franken sind aus dem Swisslos-Fonds zugesichert und 12 870 Franken hat der FC Wohlen zu tragen.

Der Arbeiten für den Kunstrasen-Ersatz auf dem Trainingsplatz sind ein halbes Jahr nach der Kreditbewilligung noch nicht vergeben.

Deshalb will der Gemeinderat jetzt die Ausschreibung für beide Fussballfelder gemeinsam vornehmen.

Man verspreche sich davon Synergien bei der Materialbestellung und damit eine Kostenersparnis, hält der Gemeinderat in seinem BA fest.

Der Kunstrasen auf dem Trainingsfeld soll noch im laufenden Jahr ersetzt werden. Das Hauptspielfeld würde bei einer Bewilligung des Kredites im Sommerhalbjahr 2017 umgerüstet.

Von einem Kunstrasen aus dem Hauptspielfeld im Stadion Niedermatten träumt der FC Wohlen schon länger.

Konkret geworden sind die Forderungen in der Saison 2014/15, als wegen schlechter Witterung und Nässe viele Spiele verschoben werden mussten und die Mannschaft – damals noch unter Trainer Ciriaco Sforza – deshalb ein stressiges Nachholprogramm absolvieren musste.

Kommt dazu, dass das Hauptfeld auch unter normalen Bedingungen geschont werden muss und für den Trainingsbetrieb in der Regel nicht zur Verfügung steht.

Bei insgesamt 22 Mannschaften und einem knappen Angebot an Trainingsplätzen für den Verein ein echtes Problem.

Der Trainingsbetrieb des FC Wohlen hat sich seit der Eröffnung des Sportzentrums Niedermatten im Jahr 2004 von 62 auf 88 Stunden pro Woche gesteigert.

Um diese Mehrbelastung verkraften zu können war geplant, die Trainingsplätze zu erweitern.

Das hätte allerdings die Einzonung einer entsprechenden Landfläche erfordert und dieses Begehren wurde 2013 vom Grossen Rat im Rahmen einer Revision der Bau- und Nutzungsordnung abgelehnt.

Platz ist sanierungsbedürftig

Laut dem BA des Gemeinderates müsste für das Hauptspielfeld auch ohne Kunstrasen Geld in die Hand genommen werden.

Eine Studie, die von der Swiss Football League in Auftrag gegeben worden ist, zeigt verschiedene Mängel auf, die aufwendig behoben werden müssten.

Nach einer Sanierung würden zudem auch die jährlichen Unterhaltskosten spürbar ansteigen.
Ein Kunstrasen auf dem Hauptspielfeld würde zudem nicht nur der 1.

Mannschaft des FC Wohlen nützen, hält der Gemeinderat in seiner Botschaft fest. Durch die längere und intensivere Bespielbarkeit wären auch «massiv mehr Trainingsmöglichkeiten» möglich und davon würden insbesondere auch die vielen Juniorenmannschaft profitieren.

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