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Zwei Rote Karten, ein gehaltener Penalty und das K.o. in der Nachspielzeit

Suhr verliert ein turbulentes Spiel im Schweizer Cup gegen Buochs mit 1:3. Der Anfang vom Ende war der Platzverweis gegen Plancic nach 49 Minuten. Die beiden siebringenden Tore schoss Buochs aber erst in der Nachspielzeit.

Bereits während der Saisonvorbereitung sprach man in Suhr vom Aufstieg in die 2. Liga interregional. Erster Ernstkampf der Saison war die Cup-Begegnung gegen den SC Buochs, der bereits in der höheren Liga kickt. Das Heimteam tat sich in der Startviertelstunde schwer. Bereits nach 14 Minuten zappelte der Ball erstmals im Suhrer Tor. Fabian Nickel sorgte für einen Stimmungsdämpfer bei den 350 Zuschauern im Stadion Hofstattmatten.

Der FC Suhr bekundete weiter Mühe im Spielaufbau. Das hartnäckige Pressing der Gäste führte dazu, dass die Aargauer in ihre Platzhälfte eingeschnürt wurden. Nach rund 25 Minuten konnte sich das Heimteam allerdings wieder auffangen und erarbeitete sich Chancen. In der 33. Minute kam es nach einem umstrittenen Foul vor dem Buochser Strafraum zu einem Freistoss, den Luca Acquaviva eiskalt verwertete. Die Hoffnung kehrte zurück. Der SC Buochs verzweifelte derweil an der nun sicheren Abwehr des Gastgebers.

Penalty und Rote Karten

Nach dem Pausentee überschlugen sich die Ereignisse. In der 49. Minute zeigte Schiedsrichter Ljatifi nach einem Buochser Eckball auf den Elfmeterpunkt. Amir Plancic sah die Rote Karte. Rudelbildungen und Diskussionen, doch der Unparteiische sah, dass der Verteidiger zur Notbremse gegriffen hatte. Den darauffolgenden Elfmeter sowie den Nachschuss parierte Suhrs Schlussmann Patrick Wanner sensationell. Im Anschluss nahm der SC Buochs wieder das Zepter in die Hand. In der 84. Minute unterlief dem Suhrer Sandro Heimgartner ein unnötiger Stellungsfehler. Slavisa Dugic traf für die Innerschweizer.

Assistent sah Tätlichkeit

Doch dann passierte das Unfassbare. Der Schiedsrichter annullierte den Treffer und verwies Verteidiger Manuel Ruhstaller des Feldes. «Der Abwehrspieler des SC Buochs beging vor dem Treffer eine Tätlichkeit. Meine Assistentin schilderte mir den Vorfall, den ich selbst nicht sah», erklärt der Referee. Nun ebenfalls zu zehnt, vergaben die Nidwaldner die vorzeitige Entscheidung zweimal kläglich. Als sich alle bereits mit der Verlängerung abgefunden hatten, zeigte der SC Buochs eine schön anzusehende Passstafette, die zur perfekten Vorlage für Augustin Tanushaj wurde.

Die Gäste erzielten in der Nachspielzeit den siegbringenden Treffer. Als wäre es nicht schon genug der Prügel, kassierte Suhr nach dem Ausflug von Goalie Wanner auch noch das 1:3. Ernüchterung machte sich breit. Trainer Curik fand trotzdem versöhnende Worte: «Schade, dass es nicht gereicht hat, aber der Gegner war besser. Auf unsere Moral hat dies aber keinen Einfluss.»

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