Schweizer Cup

Basler schiesst Basler ab: St. Gallen ringt Black Stars in extremis nieder

Es war ausgerechnet der Oberbaselbieter Roman Buess in Diensten des FC St. Gallen, der 100 Sekunden später mit seinem zweiten Treffer die Hoffnungen auf zusätzliche 30 Minuten oder gar ein Penaltyschiessen knickte.

Es war ausgerechnet der Oberbaselbieter Roman Buess in Diensten des FC St. Gallen, der 100 Sekunden später mit seinem zweiten Treffer die Hoffnungen auf zusätzliche 30 Minuten oder gar ein Penaltyschiessen knickte.

Die Blacks Stars schrammen knapp an der Sensation vorbei. In der ersten Cup-Hauptrunde liefern sich die Basler mit dem Super-Ligist aus St. Gallen lange einen grossen Fight. Letztlich kann sich der Favorit aus der Ostschweiz trotzdem durchsetzen.

«Hauptsache gewonnen. Es war kein gutes Spiel unsererseits und der Gegner hat bravourös gekämpft und so viel zu einem Cupfight beigetragen». Der dies unmittelbar nach Abpfiff sagte, heisst Joe Zinnbauer und ist der Trainer des Super-League-Vereines FC St. Gallen, der sich auf dem Basler Kunstrasen lange schwertat. Zur gleichen Zeit bedankten sich die Spieler des FC Black Stars beim Publikum, das die feine Darbietung des Basler Traditionsvereines mit einem langen, warmen Applaus bedachte.

Black Stars gegen St. Gallen war der Vergleich zwischen David und Goliath. Nur war David kein Zwerg, sondern eine Equipe, die «Fussball spielen will – und es auch tut», wie FCBS-Trainer Andy Fimian von seinem Personal im Vorfeld verlangt hatte. Der Goliath offenbarte indes einige Schwächen und ist substanziell auf seine Aktivposten angewiesen, welche den Unterschied ausgemacht haben. Dass Danijel Aleksic über einen ausgezeichneten linken Fuss verfügt, wissen auch die Späher des FC Basel, die den 25-jährigen Serben genau verfolgen. Aleksic prüfte mit kernigen Weitschüssen und Freistössen den hervorragend disponierten «Blägg»-Hüter Steven Oberle.

«Dürfen stolz sein»

Dass die Partie zu keinem Zeitpunkt langweilig war und bis zum Schlusspfiff offen blieb, ist das Verdienst des Basler Erstligisten. Die Führung durch den unverwüstlichen Mickaël Rodriguez (36) setzte den Oberklassigen unter Druck. Und hätte der Franzose, der weiterhin in jedem Match sein obligates Tor erzielt, in der 52. Minute mit einem Volley-Knaller nicht bloss den Pfosten getroffen, wäre auch die zweite Halbzeit für die «Espen» zu einer leidigen Sache geworden. Doch selbst die Führung beruhigte die Ostschweizer nicht – der Ausgleich zum 2:2 liess die Black-Fangemeinde auf eine Verlängerung hoffen. Doch es war ausgerechnet der Oberbaselbieter Roman Buess, der 100 Sekunden später mit seinem zweiten Treffer die Hoffnungen auf zusätzliche 30 Minuten oder gar ein Penaltyschiessen knickte.

«Wir dürfen auf unsere Leistung stolz sein. Wir haben mitgespielt, den Gast oft unter Druck gesetzt und viel zu dieser rassigen Cuppartie beigetragen. Diesen Elan und die Gewissheit, mit Profiteams mithalten zu können, wollen wir nun in die Erstliga-Meisterschaft mitnehmen», so Black-Stars-Trainer Andy Fimian. Ihm und seinem Personal steht nun schon am Samstag ein schwerer Gang nach Solothurn bevor.

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