Fussball
Das Zittern geht weiter: Binningen verliert Sechs-Punkte-Spiel

Der SC Binningen unterliegt in der 2. Liga inter dem FC Dulliken zu Hause ärgerlich mit 1:2. Dabei waren es die Baselbieter, die den Solothurnern in allen Belangen überlegen waren. Jetzt geht das Rechnen um den Ligaerhalt in die nächste Runde.

Georges Küng
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Da war die Welt noch in Ordnung: Binningens Oumar Kondé freut sich über das Ausgleichstor zum 1:1 in der 45. Minute.
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Binningens Philippe Becker (l.) im Zweikampf mit Dullikens Mike Sieber.
Philippe Becker (l.) kommt einen Schritt zu spät.
Dulliken konnte bereits nach 16 Sekunden über das 1:0 jubeln.
Binningens Ben Hughes (r.) versuchts mit Gefühl.
Francesco Biafora (l.) im Luftduell mit Dullikens Mike Sieber.
Impressionen aus Binningen

Da war die Welt noch in Ordnung: Binningens Oumar Kondé freut sich über das Ausgleichstor zum 1:1 in der 45. Minute.

Uwe Zinke

Statt mit einem erwarteten Sieg über den Mitaufsteiger den Ligaerhalt in der 2. Liga interregional – vier Runden vor Meisterschaftsende – zu feiern, müssen die Binninger nun weiterhin rechnen, bangen und eventuell zittern.

Trotz Anspiel geriet der Gastgeber nach 16 (!) Sekunden in Rückstand. Es ist müssig zu fragen, warum ein simpler Ballverlust in den Hinterreihen der Baselbieter dazu führte, dass Hazir Zenuni aus 14 Metern unbedrängt einschiessen konnte. Von diesem Schock erholte sich die Elf von Trainer Diego Vigorito lange nicht.

Harmlose Gäste

Sicher, der SCB war spielbestimmend, mehrheitlich in der Platzhälfte der Solothurner, aber zwingende Abschlussmöglichkeiten waren keine zu verzeichnen. Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang dennoch der Ausgleich, der jedoch eher ein Geschenk des Gästehüters war. Philippe Meier, der dritte Torhüter der Dulliker, liess einen zwar scharfen, aber nicht sonderlich platzierten 20-Meter-Schuss von Oumar Kondé passieren, respektive schaute der Flugbahn des Balles nach.

Pfostenpech für die Baselbieter

Die zweiten 45 Minuten waren rassiger, unterhaltsamer und boten gute Fussball-Kost. Binningen stand noch höher, spielte aggressiver und drängte auf das Siegestor, das de facto den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet hätte. Immer dann, wenn die Platzherren flach kombinierten und über die Seitenflanken angriffen, geriet die statische Gästeabwehr ins Rotieren. Agierte der Gastgeber jedoch stereotyp mit hohen Bällen, konnten die stämmigen Solothurner Verteidiger klären.

Konter zur Niederlage

Binningen hatte zwei Pfostenschüsse zu beklagen. Und haderte mit dem Schicksal, dass den Gästen mit einem Konter, gegen eine entblösste Binninger Abwehr, kurz vor Abpfiff der unverhoffte Siegestreffer gelang. «Uns fehlte einfach das gewisse Etwas», so ein konsternierter, ja frustrierter Diego Vigorito. Der Binninger Trainer ärgerte sich masslos, dass «wir gegen einen Rivalen verloren haben, der uns in allen Belangen unterlegen war».

«Jetzt müssen wir wieder rechnen»

Klartext sprach auch Thomas Bünter: «Man hätte spüren müssen, dass trotz eklatanter Überlegenheit das zweite Tor einfach nicht fallen wollte. Da muss man zumindest das Remis sichern; aber jetzt haben wir ein kapitales Sechs-Punkte-Spiel verloren und müssen wieder rechnen», so der Binninger Spiko-Präsident und Sportchef. Trotz der bis dato guten Rückrunde hat der Neuling eine Partie verloren, welche den dezimierten Gästen (welche in der Winterpause ihre fünf besten Kräfte verloren haben und mit noch 14 Spielern ins Baselbiet kamen) Hoffnung und Mut geben wird.

Bereits in der Vorrunde hatte Binningen das Duell gegen den Mitaufsteiger Dulliken, ebenfalls entgegen dem Spielverlauf, mit 1:2 verloren.

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