Basketball NLA

Den Favoriten ins Schwitzen gebracht: Die Starwings verlieren gegen Monthey knapp mit 76:79

Chris Jones (l.) spielt momentan in einer eigenen Liga, aber er konnte die Starwings aber trotzdem nicht vor der Niederlage gegen Monthey bewahren.

Chris Jones (l.) spielt momentan in einer eigenen Liga, aber er konnte die Starwings aber trotzdem nicht vor der Niederlage gegen Monthey bewahren.

Nach dem unglaublichen 76:69-Auswärtserfolg in Neuchâtel zeigten die Baselbieter auch gegen Monthey eine couragierte Leistung, verloren aber eine in den Endminuten an Dramatik nicht zu überbietende Partie denkbar knapp.

Was im ersten Viertel als kurzweilige, rassige und trefferreiche Partie begonnen hatte, ver­kam zwischen der 11. und 28. Minute zu einer gar harzigen Angelegenheit. Zumindest aus Sicher der Gastgeber. Denn in diesen 17 Minuten glückten den Starwings nur noch 13 Pünktlein – die Quintessenz war, dass der Gast aus dem Wallis mit 59:38 führte. Und der Match entschieden schien. 

Doch ab der 29. Minute ging ein Ruck durch die „Wings“ und angeführt von einem magis­tralen Chris Jones, der erneut eine Basket-Welt für sich war, gelang es den Birsfeldern, Minute für Minute das Skore zu verringern. Bereits in der 33. Minute stand es nur noch 60:64 – Ein Teilzeitergebnis von 22:5 gegen einen Titelkandidaten in fünf Minuten ist in der Tat etwas Aussergewöhnliches, ja Grandioses.

Siegen unmöglich

Und die nicht zahlreichen, aber umso lau­teren Matchbesucher waren in den Schlussminuten ein würdiger 6. Mann und witterten eine weitere Sensation, doch just in jenen Momenten, wo ein Gleichstand möglich schien, streuten die Gäste mit ihren Distanzwerfen immer wieder Dreier ein, so dass bei allen Be­mühungen der Gleichstand, oder gar ein Sieg, nicht möglich wurde. 

Die Niederlage hat keine Folge. Die Starwings sind und bleiben Sechster. Das Birstaler Kombinat zeigte zwei Gesichter und hat in seinem Spiel (noch?) zu viele Schwankungen. Minuten, in denen das Personal von Cheftrainer Roland Pavloski Basket vom Allerfeinsten zeigt (ja zeitweise zelebriert), wechseln sich mit Perioden ab, wo in der Tag „ghüneret und gheuet“ wird. 

Die Garanten des BBC Monthey waren drei starke US-Profi, wobei Humphrey in etwa auf dem Niveau von Jones war. Und der Schweiz-Franzose Mikael Maruotto und der Schwei­zer Nationalspieler Jonathan Dubas waren jene beiden Schwergewichte, die zuletzt den kleinen, aber entscheidenden Unterschied ausmachten.

Dass das Ref-Trio, der Hauptref aus Kanada (!) und die beiden Tessiner Sekundanten, im zweiten und dritten Drittel derart einseitig pfiffen und gastfreundlich waren, sei erwähnt; ohne die Niederlage den Schieds­richtern anlasten zu können. Dass ein Octavius Brown nur zwei von sieben Freiwürfen in den Korb bekam und meist ohne Einfluss blieb, hat nichts mit den Refs, sondern mit feh­lender Eigenklasse zu tun.

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