Ironman Hawaii
Der Basler Philipp Koutny startet am Ironman auf Hawaii: "Hier wird Triathlon-Geschichte geschrieben"

Der Basler Philipp Koutny gehört zu den besten Triathleten der Schweiz. Am Wochenende startet er zum Ironman auf Hawaii - dem Highlight für jeden Triathleten. Der Basler freut sich auf die Hitze auf der Pazifik-Insel und setzt sich ein ambitioniertes Ziel: Er will unter die besten zehn.

Simon Leser
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Körperliche Höchstleistung auf Hawaii: Der Basler Philipp Koutny startet am Ironman.

Körperliche Höchstleistung auf Hawaii: Der Basler Philipp Koutny startet am Ironman.

Keystone

Der Ironman auf Hawaii gilt als das härteste Rennen auf der Welt. Sind Sie parat?
Absolut. Die Vorbereitung verlief völlig nach Plan. Ich konnte genau das machen, was ich mir vorgestellt habe. Ich freue mich sehr auf das Rennen. Ich habe gut trainiert und denke, dass es gut kommt.

Sie sind bereits seit einigen Tagen auf Hawaii. Wie haben Sie die Zeit verbracht?
Ich hatte noch die letzten Trainingseinheiten. Nichts Wildes. Ich habe mich ein bisschen bewegt, sodass ich nicht komplett in den Ruhemodus gelangte. Zudem hatte ich noch Sponsorentermine.

Wie sind die klimatischen Verhältnisse auf der Insel?
Es ist normales Hawaii-Wetter mit Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad. Auch die Windverhältnisse sind normal und das Meer ist relativ ruhig.

Mögen Sie diese Verhältnisse?
Absolut. Sie kommen mir sogar entgegen. Ich habe keine Mühe mit heissen Temperaturen. Im Sommer bin ich am Ironman in Frankfurt gestartet, als es fast 40 Grad hatte. Klar ist es härter mit der Hitze. Es ist aber nicht so, dass es ein K.o.-Faktor wäre.

Philipp Koutny imponierte im Vorjahr als Debütant im Profifeld auf Hawaii mit dem 15. Rang

Philipp Koutny imponierte im Vorjahr als Debütant im Profifeld auf Hawaii mit dem 15. Rang

KEYSTONE/EPA/BRUCE OMORI

Wie lief Ihre bisherige Saison?
Ich habe das Hauptrennen in Frankfurt gemacht, wo ich mir mit dem fünften Platz den Startplatz für Hawaii holte. Das war das einzige grosse Rennen im Sommer. Zudem habe ich noch kleinere Schweizer Wettkämpfe bestritten. Ansonsten habe ich mich stark auf das Training fokussiert.

Haben Sie sich für das Rennen auf Hawaii besonders vorbereitet?
Ich habe viel drinnen trainiert, um die Wärme zu simulieren. . Die Velostrecke auf Hawaii ist eigentlich nicht so herausfordernd, aber der Wind kann immer eine Rolle spielen. Ich habe mich besonders auf die Aerodynamik geachtet.

Sie wurden im vergangenen Jahr 15. und zweitbester Schweizer. Können Sie das in diesem Jahr noch toppen?
Wenn ich ins Ziel komme, bin ich schon einmal zweitbester Schweizer, weil wir leider nur zu zweit sind. Das Ziel sind aber für mich die Top Ten. Ich möchte in diesem Jahr noch einmal einen Sprung nach vorne machen.

Welche Wunschvorstellung haben Sie von ihrem persönlichen Rennen?
Das Schwimmen wird sicher vorentscheidend. Dort ist es wichtig, in der Hauptgruppe aus dem Wasser zu kommen. Beim Velofahren hilft es sehr, wenn man zusammen in der Gruppe fährt. Es wäre das Optimum, wenn ich in der vorderen Gruppe vom Velo steigen könnte. Dann gilt es abschliessend einen sauberen Marathon zu laufen.

Koutny freut sich am meisten auf die Fahrradstrecke.

Koutny freut sich am meisten auf die Fahrradstrecke.

Keystone

Das Rennen auf Hawaii wird unter Triathleten oft als ein Mythos beschrieben. Sehen Sie das auch so?
Dieser Ironman ist sicherlich ein Mythos. Redet man von Triathlon, dann redet man von Hawaii. Es gibt aber schönere Strecken als auf Hawaii. Viel findet auf dem Queen Kaahumanu Highway statt. Das ist eigentlich eine wenig spektakuläre Autobahn durch die Lavafelder. Aber klar: Hier wird Triathlon-Geschichte geschrieben und deswegen sind wir alle hier. Es ist mein absolutes Saison-Highlight.

Auf was freuen Sie sich am meisten?
Auf das Velofahren. In diesem Bereich habe ich richtig gute Fortschritte gemacht. Ich will mich nicht blind verstecken, sondern aggressiv sein und eine Show bieten.

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