Europa League

Der Spass ist für den FC Basel noch nicht zu Ende

Getragen von den Heimfans feiert diese FCB-Mannschaft die erfolgreichste Europa-League-Gruppenphase der Vereinshistorie.

Getragen von den Heimfans feiert diese FCB-Mannschaft die erfolgreichste Europa-League-Gruppenphase der Vereinshistorie.

Diese Europa-League-Kampagne hat dem FC Basel und seinen Fans Freude bereitet und soll das auch im neuen Jahr noch eine Weile tun. Am Montag wird ausgelost.

Es ist gut möglich, dass es am 20. und 27. Februar 2020 zu einem Wiedersehen kommt. Dann trifft der FC Basel im Sechzehntelfinal der Europa League auf einen der 15 möglichen Gegner (siehe Box rechts). Am Montag wird ab 13 Uhr in Nyon ausgelost. Gegen Brügge, Rasgrad, AS Rom, Sporting Lissabon und Cluj hat der FCB bereits internationale Ernstkämpfe bestritten, mit Ausnahme der Belgier alle in den letzten zehn Jahren. Doch ein Duell mit dem Champions-League-Absteiger hätte aus einem anderen Grund besonders aktuellen Wiedersehenscharakter. Denn der ehemalige FCB-Spieler Eder Balanta spielt ja seit Ende August beim belgischen Vizemeister.

Ehemalige FCB-Spieler tummeln sich zu Hauf in Lostopf 2 und somit in dem Behälter, aus dem die FCB-Gegner gezogen werden. Neben Balanta könnten auch David Abraham mit Eintracht Frankfurt, Renato Steffen mit dem VfL Wolfsburg oder Aleksandar Dragovic mit Bayer Leverkusen plötzlich als Gegner im Joggeli einlaufen.

«Lieber ein Team, das man schlagen kann»

Auf mögliche Wunschgegner angesprochen, halten sich die FCB-Spieler bedeckt. Doch sowohl Silvan Widmer: «Wir hoffen, dass wir im Frühling noch lange dabei sind», als auch Taulant Xhaka: «Lieber einen Gegner, den man rauskicken kann», lassen durchblicken, dass der Sechzehntelfinal für den FC Basel noch nicht die Endstation sein soll.

Wie viel Spass dieser FCB international machen kann, hat diese Vorrunde eindrücklich gezeigt. Gegen Krasnodar, den Zweiten der russischen Liga, startete der FCB furios mit einem 5:0. Gegen Getafe, den Fünften der spanischen Liga, gewann Rotblau gleich zweimal. Beim Heimspiel sorgten die Fans mit ihrer stadionumfassenden Choreo dafür, dass dieses Spiel allen Beteiligten überdurchschnittlich lange in Erinnerung bleiben wird. Und als es zum Abschluss darum ging, den Gruppensieg einzutüten, machte das der FCB im letzten Heimspiel gegen Trabzonspor, den Dritten der türkischen Liga, mit der Abgeklärtheit eines Spitzenteams.

«Wir haben in der Vorrunde gegen gute Mannschaften gezeigt, dass wir international mithalten können. Wenn wir so weiter machen, können wir auch die nächste Runde überstehen», sagt Xhaka. Der Mittelfeldspieler hofft, im weiteren Verlauf des Wettbewerbs auf seinen Bruder Granit zu treffen. Das wäre theoretisch ab dem Achtelfinal möglich, denn auch Arsenal beendete seine Gruppe als Erster.

Durch die mit 13 Punkten bisher erfolgreichste Europa-League-Gruppenphase der Vereinsgeschichte kassiert der FC Basel insgesamt 9,5 Millionen Euro an Uefa-Prämien. Für die Achtelfinalqualifikation lässt die Uefa weitere 1,1 Millionen Euro springen. So könnte sich der FCB nicht nur auf die möglichen Wiedersehen freuen, sondern sich diese nebenbei auch noch vergolden.

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