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Die besten Reiter der Welt kämpfen in Basel um Punkte und Preisgeld

Das Teilnehmerfeld des CSI Basel 2015 ist besser als jenes der Welt- und Europameisterschaften und der Olympischen Spielen. Neben Olympiasieger Steve Guerdat nehmen 89 weitere nationale und internationale Reiterinnen und Reiter teil.

Céline Feller
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Die Zuschauer des CSI Basel dürfen sich auf ein Stelldichein der kompletten Weltelite im Springreiten freuen – hier Pius Schwizer bei seinem Auftritt im Vorjahr.

Die Zuschauer des CSI Basel dürfen sich auf ein Stelldichein der kompletten Weltelite im Springreiten freuen – hier Pius Schwizer bei seinem Auftritt im Vorjahr.

Keystone

Der aktuelle Schweizer Olympiasieger Steve Guerdat, die amtierenden Welt- und Europameister Jeroen Dubbeldam und Roger Yves Bost sowie der Weltcup-Sieger Daniel Deusser, allesamt werden sie vom Donnerstag, 8. Januar 2015, bis Sonntag, 11. Januar 2015, in der Basler St. Jakobshalle am CSI teilnehmen und damit ein elitäres Teilnehmerfeld anführen, das seinesgleichen sucht. Insgesamt werden 18 der 20 bestklassierten Reiterinnen und Reiter der Welt-Rangliste an der sechsten Ausgabe des CSI Basel am Start sein. Besser geht es kaum. Damit setzt der CSI dort an, wo er im vergangenen Jahr angefangen hat.

Die Top-Stars am CSI Basel

Ein Beleg für die hervorragende Besetzung sind die bis jetzt eingegangenen Anmeldungen. So vom Briten Scott Brash, der Nummer 1 der Welt, zudem von
den Top-Ten Reitern Ludger Beerbaum (GER), vierfacher Olympiasieger, Marcus Ehning (GER), Kent Farrington (USA) Kevin Staut (FRA), Patrice Delaveau (FRA), aktueller Vize-Weltmeister, Daniel Deusser (GER), aktueller Weltcup-Sieger und Team-Weltmeister Maikel van der Vleuten (NED).
Mit von der Partie sind Ben Maher (GBR), Team-Olympiasieger, Gerco Schröder (NED), Gewinner von Einzel- und Teamsilber bei den Olympischen Spielen in London sowie Pénélope Leprevost, die erfolgreichste Dame Frankreichs. Zu den weltweit bekanntesten Spitzenkönnern ihres Fachs zählen auch Rolf-Göran Bengtsson (SWE), der Sieger des letzten Longines Grand Prix in der St. Jakobshalle, und die Australierin Edwina Tops-Alexander, zweimalige Siegerin der Global Champions Tour.
Ausserdem mit dabei sind die Welt- und Europameister Jeroen Dubbeldam (NED) und Roger Yves Bost (FRA).

Neben den grossen Figuren des Reitsports wird auch die komplette Schweizer Elite lückenlos in Basel vertreten sein und um Preisgelder und Punkte in der Weltrangliste kämpfen: Grosse Namen wie Pius Schwizer und Martin Fuchs gehören genau so zu den Mitstreitern wie die beiden Lokalmatadorinnen Jane Richard Philips und Janika Sprunger. Insgesamt sind 15 Schweizer für die Fünfsterne-Wettbewerbe gemeldet.

WM wird in den Schatten gestellt

Die grosse Anzahl an Schweizer Athleten hat mit einer Ausnahme im Regelwerk zu tun: der CSI Basel kennt – im Gegensatz zu anderen Veranstaltern – keine Beschränkung der Anzahl Reiter pro Nation. Somit ist die qualitative Besetzung gar noch besser als bei Olympischen Spielen oder den Welt- und Europameisterschaften, bei denen die nationalen Kontingente auf vier beschränkt sind.

Die Schweizer Elite am CSI Basel

Angeführt werden die nationalen Grössen von Olympiasieger Steve Guerdat, dann von den Mitgliedern der diesjährigen Weltmeisterschafts-Equipe Pius Schwizer, Jane Richard Philips, Paul Estermann und Romain Duguet. Zudem zählen Schweizermeister Martin Fuchs und die beiden Medaillengewinner Niklaus Rutschi und Beat
Grandjean sowie Fabio Crotta und Werner Muff zur Delegation. Aus lokaler Optik interessieren vor allem die Leistungen von Janika Sprunger und Flaminia Straumann. Insgesamt sind 15 Schweizer bei den 5*-Prüfungen gemeldet.

Neben diesem Anreiz bietet Basel noch etwas, was für ein internationales Reitturnier einzigartig ist: Die Reiter können in neun der insgesamt 17 Prüfungen, die am viertägigen Anlass ausgetragen werden, Weltcup-Punkte für das Longines Ranking sammeln. Letzteres wird momentan vom Briten Scott Brash angeführt, welcher sich ebenfalls für den Event in Basel angemeldet hat. Nicht zuletzt Brashs Teilnahme gilt als Beleg der hervorragenden, noch nie in dieser Form da gewesenen, Besetzung.

Die zahlriechen namhaften Anmeldungen gelten als Beweis dafür, dass das Basler Turnier bei den Reitern als erste Adresse gilt. «Das Interesse, sowohl von den Sportlern als auch von Fans und Medien, wächst jedes Jahr, das erfüllt mich mit Freude», sagte ein stolzer Willy Bürgin, Präsident des CSI Basel, an der gestrigen Medienorientierung. Der Event in der St. Jakobshalle habe sich auf der höchsten internationalen Ebene – den Fünfstern-Turnieren – endgültig durchgesetzt.
Finanzieller Reiz
Neben den bereits erwähnten Argumenten für eine Teilnahme in Basel ist auch das Preisgeld in Höhe von 741 000 Franken ein Anreiz für die internationalen Top-Cracks. Zehn von den 17 Konkurrenzen sind für die höchste Stufe ausgeschrieben. Die restlichen sieben Wettbewerbe sind für die Amateure unter den Springreitern reserviert. Allein bei den Fünfsterne-Prüfungen der Profis wird ein Preisgeld von 698 000 Franken ausgezahlt.

Der aus zwei Umgängen und einem Stechen bestehende Grand Prix, der traditionell am Sonntagnachmittag stattfindet, ist mit 330 000 Franken ausgestattet. Der Sieger des Grand Prix sahnt 100 000 Franken ab. Somit ist der CSI in Basel einer der höchstdotierten Hallen-Grand-Prix der Welt. Der Final der Amateure ist mit 25 000 Franken dotiert.
«Wunderkind» als Showact
Nach den sportlichen Highlights folgt jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag um 21.45 der traditionelle Showteil des CSI. Bereits zum zweiten Mal konnten die Organisatoren den in der Familie der Reitkunst-Artisten als «Wunderkind» bekannten Lorenzo, The Flying Frenchman, nach Basel locken. «Seine Auftritte sind weltweit einzigartig», so Bürgin. Lorenzo wird sein neues Programm präsentieren, welches er zuletzt in London, Moskau oder Amsterdam aufgeführt hat.
Rund 400 Helfer werden am zweiten Januarwochenende dafür sorgen, dass der Event mit insgesamt 90 nationalen und internationalen Reitern und ihren 280 Spitzenpferden reibungslos über die Bühne gehen wird. Danach sollen sich schliesslich alle bereits auf 2016 und das nächste Stelldichein der kompletten Weltelite im Springreiten freuen können.

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