Eishockey NLB
Die Sharks retten in Langenthal drei Punkte über die Zeit

Die EHC Basel Sharks besiegen den SC Langenthal auswärts mit 5:4. Am Schluss mussten die Basler allerdings arg zittern, bis der Sieg feststand. Entscheidend für den EHC war ihr starker Auftritt im Mitteldritel.

Quentin schlapbach
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Langenthals Benjamin Neukomm (r.) im Kampf gegen Basels Julien Bonnet.

Langenthals Benjamin Neukomm (r.) im Kampf gegen Basels Julien Bonnet.

Marcel Bieri

Die Eishalle Schoren gehörte in den letzten Jahren nicht gerade zu den Lieblingsspielstätten der Basel Sharks. Von den letzten sieben Auswärts-Duellen gegen die Langenthaler konnten die Basler lediglich eines für sich entscheiden. Diesmal aber setzten sich die Gäste mit 5:4 durch.

Von den negativen Vorzeichen war von Anfang an wenig zu spüren. Die Sharks übernahmen sofort das Spieldiktat. Langenthal verschlief den Start total. Bereits in der dritten Minute war Schnyder ein erstes Mal erfolgreich. Eine Strafe gegen das Heimteam war angezeigt, als Schnyder in Puckbesitz kam und die Scheibe herrlich in den Netzhimmel schlenzte.

Die Freude war für die Basler aber nur von kurzer Dauer. Im Gegenzug sorgte das aktuell gefährlichste Sturmduo der NLB, Kelly/Campbell, für den Ausgleich. Das 1:1 in der 4. Minute blieb aber lange die einzige Ehrenmeldung der beiden Kanadier. Sie bekamen zwar viel Eiszeit, konnten diese aber nicht produktiv nutzen. Die Sharks blieben auch nach dem Gegentreffer das klar bessere Team.

Triplette innert elf Minuten

Umso erstaunlicher, dass sich die nächste Grosschance dem SCL bot. Kurz nach Start des zweiten Drittels konnte Brägger alleine aufs Tor von Lorenzo Croce ziehen. Croce hielt aber sicher und leitete sogleich den Konter ein. Die Oberaargauer, die noch den Vorwärtsgang drin hatten, wurden auf dem falschen Fuss erwischt. Chiriayew erzielte auf Pass von Roy das 1:2.

Das zweite Drittel dominierten die Gäste von A bis Z. Zwar konnte Langenthal in Unterzahl noch einmal den Ausgleich erzielen, aber dann folgte die grosse Sharks-Show. Heinis, Mäder und Schäublin machten innert 11 Minuten aus dem 2:2 ein 2:5. Es war schon fast erstaunlich, wie der Tabellensiebte seinen Gegner an die Wand spielte. Phasenweise gelang es den Baslern, die Langenthaler minutenlang in deren Abwehrzone einzuschnüren.

So leicht wollen die Langenthaler die drei Punkte aber dann doch nicht entführen lassen. Im letzten Drittel versuchten sie sich gegen die drohende Niederlage noch einmal aufzubäumen und das nicht ohne Erfolg. Brägger gelang zehn Minuten vor Schluss das 3:5. Und in der 57. Minute stand es nach einem Tor von Guyaz nur noch 4:5. Die Sharks hielten dem Druck in den Schlussminuten aber Stand.

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