Super League

Ein gefühltes Unentschieden: Ajeti schiesst den FC Basel gegen Lausanne in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg

Der FC Basel dominiert die erste Halbzeit, führt aber nur mit 1:0. Bua traf bereits nach elf Minuten zur frühen Führung. Dennoch: Der 2:1-Sieg des FC Basel über Lausanne hinterlässt einen Beigeschmack.

Natürlich. Am Ende steht auf der Anzeigetafel ein 2:1. Holt der FC Basel drei Punkte gegen Lausanne und gewinnt zum dritten Mal in dieser Woche. Und sorgt er damit dafür, dass der Rückstand auf YB nicht grösser und der Vorsprung auf St. Gallen nicht kleiner wird.

Aber trotzdem ist dieses 2:1 keines, das bei den Spielern, geschweige bei den Fans, zur Ekstase führt. Weil es ein erknorztes, wenig überzeugendes und vor allem defensiv zu nonchalantes 2:1 ist. «Um nach so einem Spiel auszurasten, war unsere Leistung nicht gut genug», ordnet Michael Lang ein.

Michael Lang über den Zittersieg gegen Lausanne

Michael Lang über den Zittersieg gegen Lausanne

Es ist keinesfalls so, dass der FCB nicht dafür hätte sorgen können, dass dieses Spiel ein Fest werden würde. Die Basler gehen früh in Führung. In der 11. Minute erzielt Kevin Bua nach einem herrlichen Zuspiel des an diesem Sonntag überragenden Geoffroy Serey Die mittels sattem, flachem Schuss in die nahe, linke Ecke das 1:0.

Der FCB beweist, dass er sich gefangen und gefunden hat. Daran ändern auch die krankheitsbedingten Ausfälle Luca Zuffis und Dimitri Oberlins sowie die verletzungsbedingten Abwesenheiten Taulant Xhakas und Léo Lacroix’ nichts. Zu gefestigt wirkt man gerade nach dem starken 3:0 gegen den FCZ.

Riskantes Defensiv-Spiel

Doch es scheint genau dieses Wissen zu sein, dass man das abstiegsbedrohte Lausanne auch mit angezogener Handbremse besiegen kann, das dazu führt, dass der FCB wegen seiner Dominanz leichtsinnig wird. Zum einen offensiv, wo wieder und wieder Grosschancen nicht genutzt werden.

Alleine ab der 65. Minute sind es deren drei, die nicht zu einem Tor führen. Hinzu kommt kurz vor der Pause eine strittige Penalty-Szene, bei der Albian Ajeti auf der Sechzehner-Linie gefoult wird und Lausanne sich nicht hätte über einen Pfiff beschweren können.

Zum anderen ist es die defensive Leistung, die vor allem FCB-Trainer Raphael Wicky missfällt. In der Pause hat er angesprochen, dass schwierig werden würde, «wenn wir weiter mit dieser Einstellung verteidigen».

Statt sich aber zu verbessern, macht der FCB dort weiter, wo er aufgehört hat. Oder baut gar ab. Zu passiv, zu wenig leidenschaftlich agieren die Basler in den Zweikämpfen, lassen Lausanne aufrücken. Die Folge: der Ausgleich in der 63. durch Francesco Margiotta.

Dass der FCB in der Nachspielzeit das Spiel dank Ajetis Kopfball noch für sich entscheiden kann, passt zur Affiche FCB - Lausanne, bei welcher in sechs der letzten achten Aufeinandertreffen die Entscheidung jeweils in den Schlussminuten fiel. Aber trotzdem: «Auch wenn wir gewonnen haben, war definitiv nicht alles gut», bilanziert Wicky. Vielmehr ist es ein Sieg, der sich ob des Gezeigten wie ein Unentschieden anfühlt.

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