Eishockey NLB
Endlich wieder: Die Basel Sharks freuen sich auf das Playoff-Feeling

Die Basler sind gerüstet für die NLB-Playoff-Viertelfinals gegen Langenthal. Im Auswärtsspiel am Freitag wollen die Sharks bereits ein erstes Zeichen setzen.

Jonas Burch
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Kennt das Erfolgsrezept: Sharks-Trainer Dino Stecher reist zuversichtlich nach Langenthal.

Kennt das Erfolgsrezept: Sharks-Trainer Dino Stecher reist zuversichtlich nach Langenthal.

Martin Toengi

Die Erleichterung in der St.-Jakob-Arena ist enorm. Endlich wieder Playoff-Stimmung statt dem Worst-Case von zwei verpassten Endrunden in Folge. «Es war nicht immer souverän, aber Fakt ist, dass wir es am Ende gepackt haben», freut sich Sharks-Trainer Dino Stecher. Im Nachhinein spricht auch er von diesem spürbaren Druck, der der Basler Mannschaft während der ganzen Saison auf den Schultern lastete. Zu viel stand auf dem Spiel, sogar die Existenz des Vereins wäre bei einem neuerlichen Scheitern mehr denn je infrage gestellt gewesen.

Dem Druck standgehalten

Jetzt haben sich die Sharks im NLB-Becken behauptet. In einer Liga, die wohl so stark wie selten zuvor besetzt ist. «Das Ajoie im Vorjahr Qualifikationssieger wurde und nun in den Playouts antreten muss, sagt eigentlich alles», weiss Stecher. Für den EHC Basel reichte es zum Schluss der Qualifikation auf den 6. Rang – mit einem Polster von sieben Punkten auf den 9. Platz. Damit treffen die Haie auf den SC Langenthal, der die Qualifikation zwar punktgleich mit den SCL Tigers abschloss, wegen den Direktbegegnungen aber auf Platz 3 landete.

Langenthal ist der Favorit

Im Basler Lager schiebt man die Favoritenrolle entsprechend den Oberaargauern zu. 26 Punkte mehr auf dem Konto und mit Jeff Campbell und Brent Kelly stellt der SCL die beiden Topskorer der Liga. Aber: Von fünf Begegnungen haben die Sharks drei gewonnen. «Gegen starke Gegner zeigen wir oft unser bestes Hockey. Wir dürfen zurecht Ambitionen haben, vor allem wenn wir ihre erste Linie aus dem Spiel nehmen können», zeigt sich Stürmer Matthias Rossi optimistisch. Auch Dino Stecher erwartet «enge und ausgeglichene Spiele».

Alles beginnt bei Null

Trotz aller Playoff-Euphorie will man am Freitag fokussiert in die Viertelfinal-Serie starten. «Statistiken und vergangene Resultate zählen dann nichts mehr. Alles fängt wieder bei Null an», weiss Routinier Michel Riesen. Rechtzeitig zum Auftakt hat sich Basel noch mit dem Ajoie-Center Stefan Mäder und Verteidiger Kevin Kühni von den GCK Lions verstärkt. Mäder wurde als Verstärkung geholt, Kühni eher als Ergänzungsspieler.

«Unser Spiel aufzwingen»

Keine Frage, die Sharks sind gerüstet für die entscheidende Meisterschafts-Phase. Das Geheim-Rezept gegen die Berner ist simpel, aber einleuchtend: «Wir müssen ihnen unser Spiel aufzwingen. Wenn wir auswärts gewinnen, haben wir bereits ein erstes Zeichen gesetzt», sagt Stecher.

Ausserdem wird Skorer-Garant Brandon Buck endlich wieder aufs Eis zurückkehren. «I’m feeling fine and I’m ready», liess der Kanadier, der seit Mitte Januar verletzungsbedingt ausfiel, während des Trainings durchsickern. Zusammen mit Kyle Greentree (59 Skorerpunkte) ist er so etwas wie das Abbild der Langenthaler Sturmfront um Jeff Campbell und Brent Kelly. Einzig Verteidiger Louis Heinis ist beim Startspiel in der Langenthaler Schorenhalle fraglich.

Ziel schon jetzt erreicht

Egal wie die Serie ausgehen wird, die Sharks haben ihr Saisonziel mit den Playoffs erreicht. Was jetzt folgt, ist die Kür – und vielleicht sogar die Krönung. «Ich bin froh, dass man die Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Es zählt nur die Gegenwart und die Zukunft. Dafür haben wir jetzt eine vielversprechende Basis gelegt», freut sich Stecher.

Zuschauer springen auf

Auch bei den Zuschauern scheint der so lang vermisste Funke überzuspringen. Nach dem der Besucherschnitt Monate lang um die 1000er-Marke dümpelte, fieberten gegen die Tigers vor einer Woche 3000 Menschen mit. Das Vertrauen ist wieder da – auf und neben dem Eis.

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