Auszeichnung
Panathlon-Preise 2013: Anerkennung für Engagement in Randsportarten

Im Rahmen einer gediegenen und stilvollen Feier hat der Panathlon-Club beider Basel am Abend in der Basler Markthalle seine Preise 2013 verliehen. Synchronschwimmen und Orientierungslauf standen im Fokus.

Willi Wenger
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Panathlon-Preis 2013: Christoph Meier, Lea Felber, Werner Leisinger, Urs Gratwohl und Stefan Munsch (v.l.). Uwe Zinke

Panathlon-Preis 2013: Christoph Meier, Lea Felber, Werner Leisinger, Urs Gratwohl und Stefan Munsch (v.l.). Uwe Zinke

Mit dem mit 2000 Franken dotierten Förderpreis sind zwei Nachwuchssportler ausgezeichnet worden: Lea Felber (14), Synchronschwimmerin aus Riehen, sowie Christoph Meier (20), Orientierungsläufer aus Lausen.

Anerkennungspreise erhielten der innovative Verein Kanuslalom Region Basel mit seinem Leistungs-Stützpunkt beider Basel in Hüningen/Fr sowie der Basler ETH-Ingenieur Werner Leisinger, der seit Jahrzehnten als «Guter Geist im Sport» Freiwilligenarbeit als Speaker und Zeitnehmer in mehreren Sportarten leistet.

Vor vielen Dutzend Mitgliedern und Gästen hat der Panathlon-Club die Feier erstmals in der Markthalle durchgeführt und dabei in jeder Beziehung erfüllt. Alles, wirklich alles stimmte, so auch die musikalische Umrahmung durch das «Duo Luova» (Deborah Tolksdorf/Cello und Sofia Ahjoniemi/Akkordeon), welches der in familiärem Rahmen durchgeführten Preisverleihung das würdige Cachet verlieh.

Über Langlauf und Biathlon zum OL

Christoph Meier hat als «Quereinsteiger» im Orientierungslauf den Preis des 1962 gegründeten Panathlon-Clubs nicht gestohlen. Im Speziellen habe der Student der Volkswirtschaft in den letzten fünf Jahren als OL-Läufer einen «kometenhaften Aufstieg» gehabt, sagte Laudator Reto Pusterla. Meier, einst Langläufer und Biathlet, sei heute ein «fester Wert» in seinem Sport, was der nationale Verband mit der Berufung ins Elite-B-Kader honoriert habe. Auslöser dieser Selektion waren viele Faktoren. Unter anderem seine Leistungen als Junior mit zwei fünften Plätzen an den Weltmeisterschaften. Christoph Meier war es letztlich, der sehr herzlich für den mit 2000 Franken dotierten Preis dankte. «Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel», sagte das Mitglied der OLV Baselland, welches Mitte Dezember vom Baselbieter Regierungsrat ebenfalls einen Förderpreis erhalten wird.

«Lehre» beim SV beider Basel

Lea Felber, Sportklassen-Schülerin am Gymnasium Bäumlihof in Basel, und seit gegen zehn Jahren im Sport tätig, hat ihr Handwerk beim Schwimmverein beider Basel erlernt. Dort erlebte sie Niederlagen, vor allem aber Erfolge. Sie reüssierte in der sehr komplexen Sportart Synchronschwimmen international in Schweden und in Luxemburg und sie stieg über das Jugend- ins nationale Juniorinnenkader auf. Dass ihr das gelungen sei, verdanke sie unter anderem ihrer Ausdauer, ihrem Ehrgeiz sowie der eisernen Trainingsdisziplin, kommentierte Laudatorin Sabrina Widmer. Felber selbst sagte, dass ihr auch ihr «grosses Luftvolumen» zugutekäme. «Ich kann rund zwei Minuten unter Wasser bleiben und dabei die notwendigen Bewegungen beziehungsweise Figuren ausführen», sagte die Rieherin, die seit Anfang September im B1-Team der Limmat-Nixen Zürich Mitglied ist. Sie übt – wen wunderts – ihren Sport mit Leidenschaft aus. Am liebsten solo. «Dann fühle ich mich unabhängig und wohl und muss weniger Rücksicht nehmen als im Team.»

Eine Premiere erlebte im Herzen Basels auch Präsident Gregor Dill. Er moderierte erstmals die Verleihung der Panathlon-Preise, eine Tätigkeit, die er «mit grosser Freude» ausgeführt hat. Dill stellte seinen Verein als unverzichtbares Netzwerk für den Sport vor. «Wir sind in der Region diesbezüglich relevant und betreiben unter anderem Sportpolitik, wenn immer dies nötig ist.»

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