Burstreckys
So kann es weitergehen: Das FCB-Barometer präsentiert sich nach dem Sieg im Klassiker durchaus positiv

Mehr Eigengewächse, besserer Fussball – so könnte man etwas verkürzt zusammenfassen, was sich Präsident Bernhard Burgener auf die Fahne schrieb, als er vergangenen Sommer Präsident des FC Basel wurde. Die Philosophie wurde von Sportchef Marco Streller so konsequent umgesetzt, dass man jetzt darüber streiten kann, ob es des Guten zu viel war. Die Wintertransfers haben keine Früchte getragen, die Meisterschaft ist gelaufen. Und so ging es im Klassiker lediglich um die Festigung von Platz 2 – wenigstens das mit Erfolg. Und so beurteilen wir auch dieses Spiel bezüglich Unterhaltungswert und Jugendfaktor. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Sébastian Lavoyer
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Die Basler freuen sich über das 3:0 von Ricky van Wolfswinkel, rechts

Die Basler freuen sich über das 3:0 von Ricky van Wolfswinkel, rechts

Keystone

Unterhaltung

Der Klassiker beginnt bei frühlingshaften Temperaturen so, wie man sich das erhoffte: mit viel Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Und dann geht der FCB dank einem Treffer von Blas Riveros aus ultraspitzem Winkel früh in Führung.

Bloss danach flacht das Spiel jedoch ab und man muss feststellen, dass in der ersten Viertelstunde dieses Spiel mehr geschah als nach dem Treffer bis zur Pause. Was auch immer dann in den Kabinen geschieht, sicher ist, dass das Spiel wieder schwungvoller ist nach dem Seitenwechsel.

Und dann ist es ausgerechnet Valentin Stocker, der für Rotblau erhöht. Den Deckel macht dann der zuletzt oft kritisierte «Königstransfer» Ricky van Wolfswinkel mit einem schönen Kopftor zu. Dafür gibt es sieben «Burstreckys». So kanns weitergehen.

FCB-Barometer

FCB-Barometer

Zur Verfügung gestellt

Jugend

Wirklich jugendlich kommt der FCB gegen den Rivalen aus Zürich nicht daher. Nur Stürmer Albian Ajeti (21) und Verteidiger Blas Riveros (20) können der Abteilung «Jugend forscht» zugeordnet werden. Das allerdings mit ordentlichem Erfolg. Riveros hämmert den FCB in Führung. Und aufgelegt kriegt er den Treffer von Ajeti.

Ebendieser Ajeti ist es, der auch das zweite Tor vorbereitet. Damit nicht genug, den letzten Treffer bereteitet mit Samuele Campo ebenfalls ein Eigengewächs vor. Seine gefühlvolle Flanke verwertet Van Wolfswinkel per Kopf. Eine ansprechende Rotblau-Bilanz, das verdient sechs «Burstreckys», auch wenn Raphael Wicky mit den Wechseln einzig Eigengewächs Raoul Petretta ins Gefecht schickt.