Handball NLA
Starker RTV Basel gewinnt gegen St. Otmar St. Gallen – Comeback von Pascal Stauber im RTV-Tor

Die NLA-Handballer des RTV 1879 Basel gewannen in der drittletzten Runde der NLA-Abstiegsrunde das kapitale Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen mit 29:28 (13:12) und kann den angestrebten zweitletzten Tabellenplatz noch aus eigener Kraft erreichen.

Meinrad Stöcklin
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Der RTV 1879 Basel kann den angestrebten zweitletzten Tabellenplatz in der NLA-Abstiegsrunde noch aus eigener Kraft erreichen.

Der RTV 1879 Basel kann den angestrebten zweitletzten Tabellenplatz in der NLA-Abstiegsrunde noch aus eigener Kraft erreichen.

Giuseppe Esposito

Der RTV überraschte schon vor der Partie mit der Präsentation von zwei langjährigen NLA-Spielern, welche in Anbetracht der schwierigen Lage kurzfristig ihre Comebacks gaben. Und zwar einerseits der langjährige Schweizer Nationaltorhüter Pascal Stauber (37) und Aufbauspieler Mischa Hofstetter (30). Beide kamen zu Einsätzen, trugen namentlich zur defensiven Stabilität bei und sorgten auch beim Gegner für durchaus überraschte Gesichter.

Zum Spiel: der RTV war in der stimmungsvollen Atmosphäre in der mit 450 gut gelaunten Zuschauern gut gefüllten Rankhofhalle über die gesamte Partie die bessere, aktivere und engagiertere Mannschaft und letztlich ein verdienter Sieger.

Das Team von Trainer Silvio Wernle, ohne den kurzfristig erkrankten Captain Igor Stamenov, begann stark, führte rasch mit 5:2 und nach einer Viertelstunde mit 7:4. Drei Minuten vor der Pause hatte der RTV erstmals vier Tore Vorsprung (13:9), gab diesen aber bis zur Halbzeit fast wieder aus der Hand.

Pascal Stauber gab gegen St. Otmar St. Gallen sein Comeback.

Pascal Stauber gab gegen St. Otmar St. Gallen sein Comeback.

Uwe Zinke

Die zweiten 30 Minuten verliefen dann lange Zeit regelrecht auf Messers Schneide und auch zehn Minuten vor Schluss war noch jeder Ausgang möglich. Pascal Stauber stand ab der 41. Minute zwischen den Pfosten, zuvor hatte Stammkeeper Sebastian Ullrich vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt.

Dank einer starken Schlussphase mit einem überragenden Topskorer Bruno Kozina (fünf Tore zwischen der 46. und 56. Minute) sicherte sich der RTV schliesslich verdientermassen den knappen Sieg und die zwei extrem wichtigen Punkte. Der RTV überzeugte primär als Kollektiv mit einer einwandfreien kämpferischen Leistung. Und Stauber hielt eine Sekunde vor Schluss einen letzten Freistoss der St. Galler und somit den Sieg fest.

Mit zwei Siegen in den zwei abschliessenden Heimspielen am kommenden Samstag, 22. April, gegen GC Amicitia Zürich (18:00 Uhr, Rankhof) und dann am Mittwoch, 26. April, gegen den direkten Konkurrenten Gossau (20:30 Uhr, Rankhof) erreicht der RTV den angestrebten zweitletzten Schlussrang und somit die zwei Barragespiele im Mai gegen den NLB-Zweiten Stäfa.

Telegramm

RTV 1879 Basel - TSV St. Otmar St. Gallen 29:28 (13:12)

Sporthalle Rankhof Basel. - 450 Zuschauer. - SR: Buache/Meyer. – Strafen: viermal 2 Minuten gegen den RTV 1879 Basel, viermal 2 Minuten plus blaue Karte (direkte rote Karte mit Rapport) gegen Kindler (60./nach Spielschluss) gegen den TSV St. Otmar St. Gallen.

RTV 1879 Basel: Ullrich/Stauber (ab 41./18:18)/Steiner; Hylkén (3), Berger (1), Goepfert (2), Hofstetter, Gerbl (2), Cvijetic, Basler (1), Kozina (9), Dannmeyer, Wittlin (4), Jurca (6/4), Schröder (1).

TSV St. Otmar St. Gallen: Kindler/Shejbal (für einen Penalty (39.) und ab 52.); Linde, Hörler (2), Gasser (3), Gwerder (2), Geisser (2), Rauch, Jurilj (7), Wetzel (1), Kaiser (3/3), Milovic (8).

Bemerkungen: RTV 1879 Basel ohne Stamenov (krank), Ebi (verletzt) und Ahmetasevic (gesperrt), setzt Steiner nicht ein. Erste Einsätze in dieser Saison für die reaktivierten Pascal Stauber und Mischa Hofstetter. - TSV St. Otmar St. Gallen ohne Cemas, Zdrahala und Banic (alle verletzt), setzt Linde nicht ein. - 6. (3:1) Ullrich hält Penalty von Geisser. - Time-Outs: RTV 1879 Basel: 25. (11:9), 54. (25:22) und 57. (27:25). TSV St. Otmar St. Gallen: 23. (10:8). - Um 15 Minuten verspäteter Spielbeginn, weil Schiedsrichter Meyer im Stau stand.

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