Kickboxen
Yannik Runser überrascht an der Kickbox-SM alle

Der erst 15-jährige Lauwiler Yannik Runser überraschte bei seiner ersten Teilnahme am 4. Wertungsturnier der Kickbox-Schweizermeisterschaft nicht nur seinen Gegner sondern gleich die ganze Halle.

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Symbolbild

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Keystone

Mit sauberen Hand- und Fuss-Treffern und völliger Unerschrockenheit gegenüber den Schlägen seines ersten Gegners deklassierte er den erfahrenen Kämpfer aus dem Wynenthal bereits in den ersten Sekunden des Kampfes. So zog Runser rasch die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich und traf später im Finale auf den internationalen Topathleten aus Lichtenstein. Dieser unterlag trotz heftiger Gegenwehr nach Punkten womit Yannik Runser Gold gewann.

Der Lauwiler konnte nicht nur seine erste Trophäe und Gratulationen der anderen Teams entgegennehmen sondern wurde vom Junioren-Nationaltrainer direkt in die Nachwuchsmannschaft aufgeboten. Yannik Runsers Coachs vom Kun-Tai-Ko, Caroline Martin Asal und Marcel Graf, zeigten sich sehr stolz auf ihren Newcomer, hatten sie doch zum Schutz des Jungen gezögert, ihn bereits nach so kurzer Trainingsdauer am schwierigen Turnier starten zu lassen. Seine mentale und technische Stärke aber hat bewiesen, dass es der richtige Zeitpunkt für ihn war.

Auch die anderen Starter aus dem Kun-Tai-Ko sorgten wieder für Edelmetall. Die Seltisbergerin Julia Wyler hatte harte Vorkämpfe und auch im Final musste sie sich zäh durchbeissen. 30 Sekunden vor Rundenende kugelte sie sich nach einem Schlag das Schultergelenk aus. Rasch konnte die Verletzung kuriert werden, sie holte auf und gewann in spannenden Schlusssekunden mit einem Punk Vorsprung ebenfalls Gold.

Michelangelo Semeraro (Lupsingen) spürte die gymnasiale Prüfungszeit und blieb am Sonntag in Schwyz unter seinem gewohnten Niveau. Im Lightcontact erreichte er die Bronzemedaille, in Semicontact schied er bereits in der Vorrunde aus.

Auch die „youngsters“ Enneas Häusler (Hochwald) und Enrico Raggini (Rheinfelden) trafen in der Zentralschweiz auf ein starkes Gegnerfeld. Der noch unerfahrene Häusler unterlag seinem Gegner aus Wohlen in der Vorrunde. Raggini konnte nach knapp gewonnenen Kämpfen den Sieg aus dem Duell um den zweiten Platz für sich entscheiden.

Auch das Kata-Team zeigte wieder eine tolle Leistung. Patrice Moser konnte krankheitsbedingt nicht seine Höchstleistung abrufen und musste sich hinter der starken Kaiseraugsterin Grace Diller mit dem 3. Rang begnügen.

Michelle Meyrat überrzeugte mit kraftvollen sauberen Karatetechniken und erreichte Gold. Enrico Raggini durfte mit seinen perfekt zur Musik synchron gelaufenen Katas gleich zweimal Gold empfangen, sowohl in Hardstyle mit als auch ohne Waffen.

Nun geht’s in die verdiente Sommer-Wettkampfpause bevor dann im Spätsommer die internationalen Grossturniere anstehen.

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