Basketball
Niederlage zum Playoffstart: Die Aufholjagd der Starwings bleibt unvollendet

Die Starwings verlieren das erste Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen Massagno mit 75:88. Nach einem deutlichen Rückstand gelang den Aussenseitern aus dem Baselbiet beinahe noch eine furiose Wende.

Simon Leser
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Devin Cooper unterliegt mit seiner Mannschaft im ersten Spiel Massagno. Doch zumeist waren die Starwings auf Augenhöhe.

Devin Cooper unterliegt mit seiner Mannschaft im ersten Spiel Massagno. Doch zumeist waren die Starwings auf Augenhöhe.

Marusca Rezzonico / Freshfocus

Was war das für eine phänomenale Playoff-Kampagne, welche die Starwings vor einem Jahr gezeigt hatten. Eine, die erst in der Finalserie durch Fribourg Olympic gestoppt wurde und plötzlich eine Art Basketballeuphorie in der Region Basel entfachte. Jetzt, knapp ein Jahr später, ist klar: In den Playoffs braucht es erneut ein Meisterwerk, um in die nächste Runde vorzustossen. Denn der erste Gegner im Playoff-Viertelfinal ist Massagno, seines Zeichens Meisteranwärter und Qualifikationszweiter. Erneut wäre ein Weiterkommen der Birsfelder eine Sensation.

Doch so klar die Rollenverteilung in der Affiche ist, so knapp war das erste Spiel zwischen den beiden Mannschaften auf dem Platz, zumindest grösstenteils. 32:30 für Massagno steht es im zweiten Viertel, als sich die entscheidende Phase im ersten Playoff-Viertelfinalspiel zwischen Massagno und den Starwings abspielt. Als sich erstmals zeigt, wer sich souverän und wer sich gerade noch so für die Playoffs qualifizierte. Bis zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Halbzeitpause hatten die Basketballer aus Birsfelden die Partie beim Qualizweiten aus dem Tessin offen gestaltet, ja hatten teilweise gar geführt. Doch in den vier Minuten bis zur Halbzeitsirene kippt die zuvor so enge Partie plötzlich. Massagno erarbeitet sich aus einem knappen Vorsprung ein 13-Punkte-Polster. Da 45:32 für die Tessiner zur Pause scheint die Vorentscheidung zu sein.

Thomas Rutherford und Dylan Schommer (rechts) versuchen Juwann James (Mitte) an einem Treffer zu hindern.

Thomas Rutherford und Dylan Schommer (rechts) versuchen Juwann James (Mitte) an einem Treffer zu hindern.

Marusca Rezzonico / Freshfocus

Doch das Team von Trainer Dragan Andrejevic fängt sich nach den kapitalen Schlussminuten des zweiten Viertels wieder. Immer wieder tritt Romani Hansen, der für 25 Punkte verantwortlich ist, als Skorer in Erscheinung. 55:71 liegt sein Team neun Minuten vor Ende zurück, als es eine furiose Aufholjagd beginnt. Denn keine fünf Zeigerumdrehungen später ist das grosse Polster der Tessiner bis auf drei mickrige Punkte zusammengeschrumpft. Nur noch ein Korbtreffer trennt den Underdog vom Favoriten, die nächste faustdicke Starwings-Überraschung in einem Playoffspiel liegt in der Luft. Doch die Aufholjagd kommt in den Schlussminuten ins Stocken, Massagno fängt sich wieder und holt sich mit 88:75 doch noch den Startsieg. Für die Starwings gilt es im zweiten Auswärtsspiel am kommenden Dienstag, an die Aufholjagd anzuknüpfen.

Massagno – Starwings 88:75 (45:32)

SE Nosedo (Massagno). – 400 Zuschauer. – SR: Novakovic, Tagliabue, Curty.

Starwings: Cooper (17 Punkte), Hansen (25), Kostic (10), Schommer (7), Rutherford (14), Schneider, Pausa, Fasnacht Vranic (2).