FC Basel

Beim FC Basel gibt es ausgerechnet zur Unzeit Umstellungen

Zuletzt angeschlagen, jetzt gesperrt: In der Liga muss der FCB noch drei Spiele auf Eder Balanta verzichten. Für Mittwoch und das Spiel in Moskau rechnet Raphael Wicky aber fest mit ihm.

Zuletzt angeschlagen, jetzt gesperrt: In der Liga muss der FCB noch drei Spiele auf Eder Balanta verzichten. Für Mittwoch und das Spiel in Moskau rechnet Raphael Wicky aber fest mit ihm.

Vor der Nati-Pause hatte der FCB seine defensive Stabilität wieder gefunden – ausgerechnet dort fehlen durch die Ausfälle von Taulant Xhaka, der für das heutige Spiel gesperrt ist und Eder Balanta, der für die nächsten vier Spiele gesperrt ist, jetzt zwei Spieler

Taktische Flexibilität. Dafür wurde Raphael Wicky geholt. Unter anderem. Aber wie wichtig sie ist, zeigen die unaufhörlichen Diskussionen in der Zeit des FC Basel unter Urs Fischer, als diese nicht vorhanden war und der Ex-Trainer sich immer wieder hat rechtfertigen müssen, kontinuierlich auf ein 4-2-3-1 zu setzen und keine Experimente zu wagen.

Unter Wicky ist dies anders. Alleine in der Vorbereitung testete er drei unterschiedliche Spiel-Systeme, schien keine fixe Startelf zu haben, wie dies Fischer noch hatte. Und doch scheint es, dass eine gewisse Beständigkeit das ist, was die Mannschaft weiter bringt. In den letzten drei Spielen – gegen GC, Benfica und den FC Zürich – setzte Wicky immer auf ein 3-4-3-System. Obschon der FCB-Coach Fragen nach der taktischen Grundordnung auf dem Feld nicht besonders mag, weil für ihn die Aufteilung des Raums nichts mit taktischen Gerüsten zu tun hat, hielt er zuletzt daran fest.

L'entraineur du FC Basel Raphael Wicky lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Bale ce dimanche 27 aout 2017 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wicky setzte zuletzt stets auf die selbe Formation

L'entraineur du FC Basel Raphael Wicky lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Bale ce dimanche 27 aout 2017 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Drei Mal schickte er seine Spieler in dieser Formation aufs Feld. Drei Mal spielte man zu null. Es schien, als wurde endlich eine Stabilität und Sicherheit in der Defensive in der Mannschaft gefunden, die bei Auftritten wie gegen Lausanne oder Lugano kaum zu erkennen waren. «Die letzte Woche vor der Nati-Pause war extrem wichtig, weil wir da wieder gemerkt haben, dass wir zu null spielen können», sagte Wicky denn auch vor dem Spiel gegen den FC Lugano vom Samstagabend. «Wenn man hinten keine Tore bekommt, muss man vorne auch nicht immer gleich drei oder vier schiessen und es ist einfacher, zu gewinnen.»

System- und Personen-Rochade

Das Beibehalten der Dreierkette – auch wenn im letzten Spiel Eder Balanta verletzt passen und Taulant Xhaka ihn ersetzen musste – und die damit verbundene Eingespieltheit war Gold wert. Und genau jetzt ist Wicky zu Wechseln gezwungen. Dass Taulant Xhaka das Gastspiel im Tessin verpassen würde, war klar, seitdem er sich gegen GC seine vierte gelbe Karte abgeholt hatte. Immerhin bestand noch Hoffnung, dass der Rekurs gegen die Sperre von Balanta angenommen würde. Doch die Liga hat anders entschieden, die Sperre von vier Spielen bleibt, was für Balanta noch drei Matches Pause bedeutet.

Balanta (rechts) muss sich noch vier Spiele gedulden, bis er wieder aufs Feld darf

Balanta (rechts) muss sich noch vier Spiele gedulden, bis er wieder aufs Feld darf

Diese beiden Ausfälle haben für Wicky aber nicht nur personelle, sondern auch taktische Umstellungen zur Folge: Viererkette statt Dreierkette. Mit Marek Suchy und Manuel Akanji bleiben ihm nur noch zwei gestandene Innenverteidiger. Auf Pedro Pacheco vertraute er zuletzt nicht. «Es gibt noch die Möglichkeit, dass Michael Lang in die Innenverteidigung rückt.

Er hat das in der Vorbereitung auch ein, zwei Mal gespielt», erweiteret Wicky die Anzahl Optionen. Doch wirklich daran glauben mag man kaum. Gegen ein Team wie Lugano, das kompakt steht, die Räume extrem eng macht und damit das Durchkommen durch die Mitte schwierig macht, werden Langs Qualitäten und sein Offensivdrang – auch wenn der schon ausgeprägter war – auf der Seite gebraucht. Eine Viererkette mit Lang als zweitem Aussenläufer wäre sinnvoller als ihn die Innenverteidigung zu schieben.

Michael Lang als zweiter Aussenläufer?

Michael Lang als zweiter Aussenläufer?

Wicky fügte noch an: «Wenn man die Spieler hat für ein gewisses System, dann macht es auch Sinn, dieses spielen zu lassen», und sprach damit die Dreierkette an. Im Umkehrschluss heisst dies: Fallen wie jetzt Balanta und Xhaka aus, sollte man umstellen. Ein Wechsel auf ein 4-2-3-1 dürfte keine Probleme darstellen, agierte die Mannschaft doch die letzten beiden Jahre so. Und schliesslich betont Wicky immer wieder: «Wir wollen flexibel bleiben.» Also dürfte eine solche Umstellung nicht zu Instabilität führen, auch wenn si

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