Fussball

Beim Schweizer Nations-League-Gegner Ukraine steht der Star an der Seitenlinie

Andrej Schewtschenko wurde 2004 als Europas Fussballer des Jahres ausgezeichnet.

Andrej Schewtschenko wurde 2004 als Europas Fussballer des Jahres ausgezeichnet.

In der Nations League spielt die Schweiz am Donnerstag gegen die Ukraine. Seit vier Jahren ist dort Andrej Schewtschenko Trainer.

Früher hatten sie Oleg Blochin und Alexej Michailitschenko. Sie sind Legenden, spielten aber noch unter russischer Flagge. Seit 1991 und der Unabhängigkeit für die 42 Millionen Einwohner gab es immer wieder Spannungen im Donbass und auf der Krim, aber vor allem gibt es ihn: Andrej Schewtschenko. Auf Klubebene hat der frühere Stürmerstar mit der AC Milan alles gewonnen, nun ist der 43-Jährige seit vier Jahren der Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft.

Mit Schewtschenko an der Seitenlinie kehrte der Erfolg zurück. Die WM 2018 beim ungeliebten Nachbarn Russland wurde noch verpasst. Das ist längst verziehen, weil in der Nations League der Aufstieg in die Topliga A folgte, auch an die auf 2021 verschobene paneuropäische EM fährt die Ukraine. Sie gewann die Gruppe mit Portugal und Serbien ohne Niederlage. Schewtschenko, der auch mit dem Golfschläger ein Könner ist, weist als Nationaltrainer einen beachtlichen Punkteschnitt von 2,00 pro Spiel auf. Diesen will er gegen die Schweiz nicht kleiner werden lassen und sagt: «Lwiw ist ein guter Ort für uns. Hier haben wir immer gute Resultate erzielt. Ich hoffe, dass das so bleibt. Wir rechnen mit Punkten in jedem Spiel.»

Hierbei helfen sollen Spieler der ukrainischen Grossklubs Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk, vielleicht auch deren Brasilianer, die in der Liga einen Drittel aller Legionäre ausmachen. Mit die Besten wie Júnior Moraes oder Marlos sind nach ihren langjährigen Gastspielen längst vom Land per Sonderdekret eingebürgert worden.

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