Champions League Final

Das Comeback von Harry Kane und die Vorzüge Liverpools

Harry Kane vor seiner Verletzung im Spiel gegen den späteren Meister Manchester City.

Nach ihren spektakulären Finaleinzügen wollen Liverpool und Tottenham nun den Henkelpott. Liverpool ist auf dem Papier der Favorit, doch bei Tottenham kehrt Harry Kane nach seiner Verletzungspause zurück. Kann Kane den Unterschied ausmachen, oder ist Sturm-Dreizack zu stark?

Ginge es nach der Statistik, dann wäre der FC Liverpool der grosse Favorit. Von 170 Partien haben die Reds gegen Tottenham 79 gewonnen und nur 48 verloren. Und in der abgelaufenen Premier-League-Saison 26 Punkte mehr erobert als die Londoner.

Doch es gibt etwas, das den Spurs Mut macht: Das Comeback von Harry Kane. Der 25-jährige Stürmer und Nationalspieler hat es geschafft, nach einer langwierigen Knöchelverletzung pünktlich zum Champions-League-Final im Estadio Metropolitano in Madrid wieder fit zu sein. «Es gibt im Fussball keine grössere Motivation. Jedes Kind träumt doch davon, Champion von Europa zu werden», sagt Kane.

«Dass ich jetzt mit dem Klub, für den ich schon mein ganzes Leben lang spiele, die Chance dazu habe, ist etwas ganz Besonderes.» Noch wird darüber gerätselt, ob ihn Trainer Mauricio Pochettino gleich in die Startaufstellung nimmt oder ihn als Joker vorsieht. Mit 17 Ligatoren und deren fünf in der Champions League ist Kane eigentlich unverzichtbar.

Genau wie Mohamed Salah auf der anderen Seite. Der 26-Jährige hat aber noch fünf Ligatore mehr erzielt, als Kane. Allerdings hat der Ägypter, der zusammen mit Pierre-Emerick Aubameyang von Arsenal und Klubkollege Sadio Mané Torschützenkönig in der Premier League wurde, auch zehn Spiele mehr bestritten.

Tottenhams Hoffnungsträger

Der Liverpooler Angriff mit dem Dreizack Salah, Roberto Firmino und Mané ist das Prunkstück von Jürgen Klopps Team. Doch die drei Sprinter wissen hinter sich ein Mittelfeld, das ihnen den Rücken freihält und ein enormes Arbeitspensum abspult. Und noch weiter hinten sorgen der holländische Abwehrrecke Virgil van Djik und der brasilianische Goalie Alisson für Stabilität.

Zu verstecken braucht aber auch Tottenham seine Belegschaft nicht. Neben Kane hat sich der Südkoreaner Heung-Min Son, auch er 26-jährig, zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. Ein Jahr älter ist Christian Eriksen. Der Däne beendet nun seine sechste Saison bei den Spurs und gemäss Medienberichten bestreitet er heute sein letztes Spiel für Tottenham, bevor er zu Real Madrid wechselt.

Für Jürgen Klopp ist es der dritte Versuch, die Champions League zu gewinnen. Mit Dortmund und im vergangenen Jahr mit Liverpool hat er bereits zwei Endspiele verloren.

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