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«Das habe ich mir selbst eingebrockt» – Thabo Sefolosha für fünf Spiele gesperrt

Thabo Sefolosha (34) war der erste Schweizer in der NBA. Seit einem Jahr ist er bei Utah Jazz unter Vertrag. Wegen eines Drogenvergehens ist er zum NBA-Start für fünf Spiele gesperrt.

Thabo Sefolosha, Sie stehen vor Ihrer 13. NBA-Saison. Kommen nostalgische Gefühle auf?

Thabo Sefolosha: Nein, wieso, weil ich nächstes Jahr 35 werde? Ich denke nicht, dass das meine letzte NBA-Saison sein wird. Die vergangene Saison mit Utah Jazz hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, bis zur Verletzung lief es gut.

Wie geht es Ihrem rechten Knie? Im Januar hatten Sie eine Innenband-Verletzung erlitten.

Dem Knie geht es gut. Die lange Sommerpause kam mir entgegen. Ich trainiere mit voller Intensität und das Knie hält.

Spürt Ihr Körper die 12 NBA-Saisons?

Ja, am Morgen, wenn ich aufstehe, spüre ich sie und am Abend, wenn ich schlafen gehe (lacht). Aber ich denke, dass ich noch weitere zwei, drei Saisons in der NBA spielen kann.

Zum Saisonstart sind Sie aber für fünf Spiele gesperrt, wegen eines Drogen-Vergehens.

Das ist nicht ideal. Aber ich habe es mir selbst eingebrockt und muss damit umgehen.

Was haben die verantwortlichen Leute von Utah Jazz zu Ihrem Vergehen gesagt?

Es gab natürlich Gespräche mit dem Management, und dass es nicht erfreut war, ist logisch.

Und der Coach, Quin Snyder?

Der ist gut.

Hat er nicht gesagt. Oh, dieser Thabo. Zuerst die Geschichte mit Problemen mit der New Yorker Polizei und jetzt diese Kiffer-Story?

Nein, er war natürlich nicht glücklich, das ist klar. Das war ein Fehler von mir und ich habe daraus gelernt.

Haben Sie geglaubt, bei einem verletzten Spieler würden keine Doping- und Drogen-Kontrollen durchgeführt?

Ja. Ich wusste im Januar, dass meine Saison vorbei ist, und dachte, ich werde nicht geprüft. Aber die Kontrolleure kamen zu mir nach Hause.

Danach wussten Sie, dass etwas auf Sie zukommen wird?

Ja, auch wenn es noch eine gewisse Zeit dauerte, bis das Ganze publik wurde.

Wie hat Ihre Frau reagiert?

Die war natürlich auch nicht erfreut, das ist normal. Das ist nicht das Image, das ich der Jugend vermitteln will. Ich bin Familienvater und habe zwei Kinder. Natürlich ärgere ich mich, dass es publik wurde, weil ich denke, dass dies eine private Sache ist. Aber wie gesagt. Es ist mein Fehler.

Themawechsel: Die Golden State Warriors haben drei der vier letzten Meisterschaften gewonnen. Wie ist ihre Dominanz zu brechen?

Das wird sehr schwer. Man sieht es auch an der Reaktion der Konkurrenz. Gut, LeBron James hat zu den LA Lakers gewechselt, aber sonst haben die grossen Teams nicht viel investiert: Die Manager sagen sich: Wir warten die nächsten drei vier Jahre ab, bis die Zeit der Warriors vorbei ist, erst dann investieren wir wieder richtig.

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