Karate
«Meine grosse Leidenschaft»: Die Jüngsten stehen beim Kimura Cup im Scheinwerferlicht

In der Luzerner Maihofhalle fand der Kimura Cup mit rund 350 Teilnehmenden statt – ein Karateturnier für den Nachwuchs.

Michael Wyss
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Karateka Enio Lichtsteiner gibt vollen Einsatz.

Karateka Enio Lichtsteiner gibt vollen Einsatz.

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 12. Juni 2022)

«Es ist uns ein grosses Anliegen, dass wir den Jüngsten, der Zukunft von morgen, eine Plattform bieten können. Mit dem Kimura Cup haben wir einen im Jahreskalender fest verankerten Event, der das ermöglicht», so die 40-jährige Antonella Bergamin (1. Dan), Co-Präsidentin des Anlasses. Der weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannte und beliebte Kimura Cup (Nachwuchsturnier) mit jahrzehntelanger Tradition wird jeweils von einem Organisationskomitee der Karateschule Kimura Shukokai Luzern durchgeführt – eine der grössten Karateschulen schweizweit mit 430 Mitgliedern.

Am Sonntag standen 100 Helferinnen und Helfer im Einsatz. 350 Karatekas aus der ganzen Deutschschweiz und den verschiedensten Alterskategorien waren in der Maihofhalle am Start, darunter 140 des gastgebenden Vereins. Auch einige Karatekas aus dem Nationalteam waren zu bestaunen. «Das Teilnehmerfeld zeigt uns, welchen Stellenwert der Kimura Cup geniesst. Wir erlebten am Sonntag Karate vom Feinsten», so der 38-jährige Co-Präsident Pascal Egger (Sensei, 5. Dan). Vorgetragen wurden die Wettkämpfe in den Stilrichtungen «Kata» und «Kumite» (Freikampf).

«Vereinsleben ist auch Lebensschule»

Im Karate, wie Antonella Bergamin und Pascal Egger (Inhaber der Karateschule Kimura Shukokai Luzern) bekräftigten, geht es nicht nur um Medaillen und Pokale. Antonella Bergamin: «Auf dem Podest zu stehen, ist schön und die Zugabe. Doch der Kimura Cup zeigt den jungen Karatekas auch, dass man nicht immer gewinnen kann, sondern auch Niederlagen zum Leben gehören. Das stärkt dich in deiner Entwicklung und Persönlichkeit.» Grundwerte wie Respekt, Disziplin, Akzeptanz, welche sie in den Trainings lernen, würden in den Wettkämpfen angewandt werden. Und Pascal Egger sagt:

«Das Vereinsleben ist auch Lebensschule. Die Erfahrungen in jungen Jahren bringen dich im Leben weiter.»

Positive Erfahrung hat auch die 16-jährige Amelie Schneider aus Horw gemacht, seit sie die Karateschule Kimura Shukokai Luzern besucht. «Ich habe mit fünf Jahren mit Karate begonnen. Heute ist diese Sportart Teil meines Lebens, meine grosse Leidenschaft.» Entdeckt und erstmals in Kontakt kam sie mit dem Karatesport an der Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga an einem Stand der Karateschule Kimura Shukokai Karate International. Für Amelie Schneider, die im Nationalkader ist, steht ein grosses Highlight bevor. Sie nimmt an der Heim-Europameisterschaft (22. bis 24.Juli) in der Kategorie U18 in Zürich teil.

Hinweis
Weitere Informationen und Ranglisten unter:
www.shukokai-karate-luzern.ch