Fussball

Die Schweizerinnen schicken Israel gleich mit 9:0 nach Hause

Die Schweiz fertigt Israel mit 9:0 ab und ist noch zwei Punkte von der Teilnahme an der Frauen-Fussballweltmeisterschaft 2015 in Kanada entfernt. Dank Schützenhilfe könnten die Eidgenossinnen bereits am Sonntag die definitive Qualifikation bejubeln.

Sieben Spiele, sechs Siege, 32 Tore, und insgesamt zehn Punkte Abstand zum zweiten Rang. Die nackte Statistik der WM-Qualifikationskampagne sprach vor dem Spiel Bände: Für die Schweizer Frauen-Fussballnationalmannschaft ist die erstmalige Qualifikation für WM-Endrunde nur noch eine reine Formsache. Fünf Punkte benötigt man aus den letzten drei Spielen gegen Teams, die die Schweizer Delegation jeweils mit mindestens fünf Toren abfertigte.

Vom nächstjährigen Turnier, das in Kanada ausgetragen wird, spricht offiziell natürlich noch niemand. Trotz allem konnte Nati-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nicht einmal in der verbandseigenen Vorberichterstattung über das gestrige Israel-Spiel ihre Überzeugung kaschieren.

Gefürchtete Offensiv-Power

Nichtsdestotrotz nominierte die Deutsche bis auf die abwesende Ana Maria Crnogorcevic alle etablierten Teamstützen in die Startelf. Israel, das im Hinspiel 0:5 unterlag, agierte mit einer 11-Frau-Abwehr. Doch für die Schweizer-Nationalmannschaft scheint keine Hürde zu hoch. Nach 29 Minuten fand FCZ-Kapitänin Fabienne Humm das verdiente Rezept und brachte die Eidgenossinnen in Front. Es sollte der Start der gefürchteten helvetischen Offensiv-Maschinerie werden. Denn innert zehn Minuten erspielte sich die Schweiz eine komfortable 5:0-Führung. Der Sieg war also nur noch Formsache und die vier weiteren Tore, die im zweiten Abschnitt fielen, ein reines Schaulaufen für die 950 Fans in Wohlen.

Ein Schaulaufen, das für die beiden Dietikerinnen Rahel Kiwic (23) und Eseosa Aigbogun (21) aus persönlicher Sicht erfolgreich verlief. Während Aigbogun zur Pause eingewechselt wurde, und damit zu ihrem längsten WM-Qualifikationseinsatz kam, traf die 1.85 m grosse Innenverteidigerin Kiwic endlich per Kopf. «Mit meiner Grösse müsste ich viel mehr Kopftore erzielen», zeigte sich Kiwic am Freitag noch selbstkritisch.

Kurz vor dem Ziel

Die Schweiz ist nun noch zwei Punkte von der geschichtsträchtigen Qualifikation entfernt. Falls Island und Dänemark heute gegeneinander Remis spielen, ist die Schweiz vorzeitig qualifiziert. Restlos zufrieden waren dennoch nur die Fans. München-Legionärin Vanessa Bürki meinte, dass ihre Mannschaft nicht wirklich gut gespielt hätte. Doch das ist nicht das perfektionsstrebende Bayern-Gen, sondern die Einstellung der gesamten Schweizer Mannschaft.

Mit der nun fast sicher stehenden WM-Teilnahme stellt sich automatisch auch die Frage nach dem Kader für Kanada. Martina Voss-Tecklenburg bekräftigte zwar ihren Fokus auf kommenden zwei WM-Qualifikations-Aufgaben, doch eines konnte sie bereits versichern: «Der WM-Zug bezüglich des Kaders ist noch nicht besetzt.» Der Kampf um die Plätze ist also lanciert, die WM ein Stück präsenter.

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