Saisonstart

Die Women’s Super League startet: Der Schweizer Frauenfussball auf der grossen Bühne – zumindest teilweise

Der FC St.Gallen-Staad (hier in der Saison 19/20 mit Karin Bernet im grün-weissen Trikot) eröffnet heute die Saison mit dem Heimspiel gegen GC.

Der FC St.Gallen-Staad (hier in der Saison 19/20 mit Karin Bernet im grün-weissen Trikot) eröffnet heute die Saison mit dem Heimspiel gegen GC.

Was bei den Männern schon lange Usus ist, kommt bei den Frauen nach und nach auch ins Rollen: Die mediale Aufmerksamkeit für die höchste Fussballliga. Die neue Saison startet am Donnerstag – mit einem Livespiel im Schweizer Fernsehen.

Am Donnerstag startet die Super League wieder. Der FC St.Gallen-Staad trifft im Kybunpark auf die Grasshoppers. SRF 2 überträgt zum Saisonstart live aus der Ostschweiz.

St.Gallen-Staad? Richtig, das ist das Frauenteam des FCSG. Es will heuer – wie die Kollegen der Männer-Mannschaft – für Furore sorgen. Dass das Schweizer Fernsehen eine Partie aus der höchsten nationalen Frauenliga überträgt, ist eine Premiere. Bis zu neun Spiele überträgt es online oder im TV.

Überzeugt vom Wachstumspotenzial des Frauenfussballs in der Schweiz

Das freut den Schweizerischen Fussballverband. Tatjana Haenni, Direktorin Frauenfussball, lässt sich auf der Verbandshomepage wie folgt zitieren: «Wir sind überzeugt, dass der Frauenfussball auch in der Schweiz hohes Wachstumspotential hat. Deshalb ist es von grosser Bedeutung, dass wir ihn in allen Bereichen weiterentwickeln. Die mediale Berichterstattung ist ein wichtiges Puzzleteil, um den Frauenfussball in der Schweiz nachhaltig zu fördern.» Neben Livestreams planen die SRG-Sender, auch Highlights aus den Partien der «Women’s Super League» zu zeigen.

Acht Mannschaften spielen in der Liga, auf die nächste Saison hin wird auf zehn Mannschaften aufgestockt. Einen Absteiger geht es in dieser Übergangssaison nicht. Das letztklassierte Team muss sich in der Barrage gegen den dritten aus der Nationalliga B behaupten. Die beiden Erstklassierten aus der zweithöchsten Liga steigen direkt auf. Die acht Teams spielen je viermal gegeneinander. Als Favoritinnen geht der FC Zürich ins Rennen, auch wenn bei Saisonabbruch Servette FC Chênois Féminin an der Spitze lag.

Stand der Schweizer Nationalliga A bei Saisonabbruch.

Stand der Schweizer Nationalliga A bei Saisonabbruch.

Die Aufmerksamkeit steigt

In dieser Saison weist die höchste Schweizer Frauenliga im Fussball so viele Profispielerinnen aus wie noch nie. Das berichtet Radio SRF. Dennoch seien die Profis gegenüber den Amateurinnen deutlich in der Überzahl. Die meisten Spielerinnen gehen weiterhin einem grossen Arbeitspensum nach, weil sie nicht vom Sport leben können. Doch: die steigende Aufmerksamkeit helfe ihnen natürlich in dieser Hinsicht.

Nun startet also die Saison für die Frauen, einen Monat vor den Männern. Für die St.Gallerinnen, die sonst nicht im «grossen Kybunpark» spielen, wird das Spiel zum Saisonauftakt speziell. «Wir wollen den Frauenfussball gut repräsentieren», sagt Victoria Bischof gegenüber dem St.Galler Tagblatt. Wichtig sei aber auch, einen solchen Abend geniessen zu können, fügt Teamkollegin Valeria Iseli hinzu. «Wir wollen die Umgebung und das Drumherum im Kybunpark aufsaugen. Das gibt es nicht jeden Tag», sagt die 25-jährige Innenverteidigerin.

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