National League

Bern im Playoff-Final gegen Zug

Berns Torjubel mit Thomas Ruefenacht, Andrew Ebbett, Ramon Untersander, Mark Arcobello (von links) im siebten Playoff-Halbfinalspiel gegen Biel

Berns Torjubel mit Thomas Ruefenacht, Andrew Ebbett, Ramon Untersander, Mark Arcobello (von links) im siebten Playoff-Halbfinalspiel gegen Biel

Der Finalgegner des EV Zug heisst SC Bern. Der Qualifikationssieger bezwingt den EHC Biel im entscheidenden siebenten Spiel 5:1.

In der 14. Minute führten die Berner bereits 3:0. Dennoch war es alles andere als ein Feuerwerk, das die Gastgeber hinlegten. Vielmehr profitierten sie von Strafen und einem Fehler. Zwar vermochte der SCB eine 80 Sekunden dauernde doppelter Überzahl nicht zu nutzen, zehn Sekunden vor Ablauf der zweiten Strafe war Tristan Scherwey dann aber doch noch mit einem Ablenker zum 1:0 (6.) erfolgreich. Scherwey zeichnete in der 56. Minute mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:1 auch für den Schlusspunkt verantwortlich.

Mehr als bitter war für die Seeländer das 0:2 (11.). Zunächst schoss Robbie Earl den Puck in die Beine von Scherwey, es kam zu einem Laufduell der beiden, worauf der Bieler Goalie Jonas Hiller aus dem Tor stürmte, um zu befreien. Hiller und Earl prallten zusammen, Gregory Sciaroni traf ins verwaiste Tor. Hiller verliess danach das Eis, kehrte aber nach der ersten Pause zurück. Dem 3:0 von Ramon Untersander, der am Samstag in der sechsten Partie das entscheidende 1:0 erzielt hatte, ging eine Bieler Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis voraus. Eine solche Undiszipliniertheit darf in einer solch wichtigen Partie nicht passieren.

Dass es bereits der achte Powerplay-Treffer der Berner in diesem Halbfinal war, verdeutlicht, wo bei den Gästen die Probleme lagen. Die Seeländer ihrerseits brachten bloss zwei Tore in Überzahl zu Stande. Zwar kehrte beim EHCB nach dem 1:3 von Marco Maurer 20 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels die Hoffnung zurück - der Verteidiger reüssierte erst zum zweiten Mal in der laufenden Meisterschaft. Nach nur 51 Sekunden im Mittelabschnitt stellte Thomas Rüfenacht mit einem Ablenker den Drei-Tore-Vorsprung aber wieder her. Damit war der Widerstand der Bieler gebrochen, war klar, dass sich auch im siebenten Spiel in dieser Serie jenes Team durchsetzen würde, welches das 1:0 erzielt hatte.

Für die Bieler ging die Saison zum zweiten Mal in Folge im Halbfinal zu Ende. Schon vor einem Jahr gegen Lugano hatten sie eine 2:0-Führung nach Siegen aus der Hand gegeben. Diesmal schafften sie es immerhin ins siebente Spiel, was aber ein schwacher Trost ist, umso mehr, als sie schon am Samstag vor heimischem Publikum die Chance hatten, den Sack zuzumachen.

Für den SCB ist es der dritte Final in den letzten vier Jahren. 2017 war ebenfalls Zug der Gegner. Damals setzten sich sich die Berner mit 4:2 Siegen durch. Diesmal dürfen sich die Zentralschweizer mehr Chancen ausrechnen, da sie nach den klaren Siegen gegen Lugano (4:0) und Lausanne (4:1) deutlich frischer sind.

Bern - Biel 5:1 (3:1, 1:0, 1:0)

17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Stricker, Wüst/Kovacs. - Tore: 6. Scherwey (Untersander, Mursak/Ausschluss Sataric) 1:0. 11. Sciaroni (Scherwey) 2:0. 14. Untersander (Ebbett/Ausschluss Fuchs) 3:0. 20. Maurer (Pedretti) 3:1. 21. Rüfenacht (Krueger, Mursak) 4:1. 56. Scherwey 5:1 (ins leere Tor). - Strafen: keine gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Moser; Brunner.

Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Untersander, Gerber; Marti; Rüfenacht, Arcobello, Simon Moser; Bieber, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Grassi, Brügger, Berger; Kämpf.

Biel: Hiller/Saikkonen (11.- 20.); Maurer, Salmela; Janis Moser, Kreis; Fey, Forster; Sataric; Hügli, Pouliot, Rajala; Riat, Diem, Künzle; Brunner, Fuchs, Earl; Pedretti, Neuenschwander, Lüthi; Tschantré.

Bemerkungen: Bern ohne Boychuk (überzähliger Ausländer), Haas, Kamerzin und Andersson. Biel ohne Paupe, Egli (alle verletzt) und Kärki (überzähliger Ausländer). - Pfostenschüsse: 4. Arcobello, 34. Rüfenacht. - Biel von 54:04 bis 55:47 ohne Goalie.

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