Langnau - Davos 5:4 n.V.

SCL Tigers kommen den Playoffs immer näher

Doppeltorschütze Alexej Dostoinow (Nr. 62) bejubelt sein Siegtor in der Verlängerung gegen den HC Davos

Doppeltorschütze Alexej Dostoinow (Nr. 62) bejubelt sein Siegtor in der Verlängerung gegen den HC Davos

Die SCL Tigers dürfen die Planung der Playoffs langsam in Angriff nehmen. Nach dem 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gegen den HC Davos beträgt die Reserve auf Platz 9 erstmals 9 Punkte.

Rechnerisch haben die Langnauer die zweite Playoff-Qualifikation nach 2011 noch lange nicht auf sicher. Aber viele Indizien sprechen mittlerweile für die Emmentaler. Nach dem Sieg gegen Davos, dem vierten Erfolg hintereinander, haben die SCL Tigers 70 Punkte auf dem Konto. Für Langnau spricht primär der aktuelle 3. Tabellenplatz. Klar können neun Punkte Vorsprung in acht Runden noch verspielt werden. Aber dass gleich sechs Teams noch an Langnau vorbeiziehen, von denen drei Mannschaften derzeit acht und mehr Zähler zurück liegen, erscheint unwahrscheinlich.

Zumal die Langnauer mittlerweile äusserst gefestigt auftreten. Mit einem Einbruch ist nicht zu rechnen - ganz im Gegenteil: Die SCL Tigers werden in den verbleibenden acht Runden den Fokus darauf legen, womöglich sogar mit dem Heimvorteil in die Playoffs starten zu können, oder sich erstmals für die Champions Hockey League zu qualifizieren.

Gegen Davos legten die SCL Tigers einen Steigerungslauf hin. Im ersten Abschnitt spielten sie schwach. Die Langnauer luden die Davoser zum Toreschiessen ein und waren mit dem 1:2-Zwischenstand gut bedient. Aber sie kämpften sich ins Spiel zurück. Ab dem zweiten Abschnitt reduzierten die Emmentaler die Fehlerquote. Sie reagierten auf drei Rückstände und erzielten zwei Goals in Überzahl, so auch die erstmalige Führung durch Harri Pesonen nach 45 Minuten (4:3). Davos schaffte durch Perttu Lindgren in der 57. Minute noch den Ausgleich. Alexej Dostoinow mit seinem zweiten Goal des Abends nach 24 Sekunden der Overtime besiegelte den Sieg und stürzte die ausverkaufte Ilfishalle in einen Freudentaumel.

Telegramm:

SCL Tigers - Davos 5:4 (1:2, 2:1, 1:1, 1:0) n.V.

6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Fonselius, Kaderli/Schlegel. - Tore: 3. Rödin (Lindgren) 0:1. 10. (9:15) Dostoinow (Elo, Gagnon) 1:1. 11. (10:10) Buchli (Egli, Kessler) 1:2. 34. Elo (DiDomenico, Huguenin/Ausschluss Marc Wieser) 2:2. 37. Marc Wieser (Meyer/Ausschluss Glauser) 2:3. 39. Kuonen (Diem, Neukom) 3:3. 46. Pesonen (DiDomenico, Huguenin/Ausschluss Kessler) 4:3. 57. Lindgren (Pestoni, Rödin) 4:4. 61. (60:24) Dostoinow 5:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 7mal 2 plus 10 Minuten (Egli) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Pestoni.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Gerber; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Pascal Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Randegger, Nils Berger.

Davos: Lindbäck; Buchli, Du Bois; Barandun, Nygren; Heldner, Jung; Rödin, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Pestoni; Hischier, Aeschlimann, Meyer; Frehner, Egli, Kessler; Portmann.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Gustafsson, Blaser, Punnenovs, Johansson (alle verletzt) und Giliati (überzähliger Ausländer), Davos ohne Payr, Sandell, Dino Wieser, Stoop (alle verletzt), Bader (krank), Kundratek, Heinen und Baumgartner (alle Nationalmannschaft).

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