EM-Talk #14
«Multikulti macht die EM-Teams stark» – «Warum ist das bei Italien anders, wo sind die Einwanderer?»

Im EM-Final (Sonntag, 21 Uhr) sieht François Schmid-Bechtel die Italiener im Vorteil, Patrik Müller die Engländer. Auffällig: Im Gegensatz zu vielen anderen erfolgreichen Nationalmannschaften verfügt Italien kaum über Einwanderer im Team. Schmid-Bechtel hat eine Vermutung.

Patrik Müller, François Schmid-Bechtel
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Es ist der würdige Final einer tollen EM: Die beiden grossen Fussballnationen Italien und England treffen am Sonntag in London aufeinander. Dass es ein Heimspiel ist, sei ein Riesenvorteil für England, sagt Müller. Schmid-Bechtel gibt zu bedenken, in London lebten viele Italiener, die im Wembley mächtig Stimmung machen würden.

Einen klaren Favoriten gibt es nicht, Schmid-Bechtel ist jedoch der Meinung, auf einer wichtigen Position sei Italien klar stärker: Beim Goalie. Jordan Pickford (27) strahlt für ihn viel weniger Sicherheit aus als der erste 22-jährige Gianluigi Donnarumma,

Im Final-Talk gehts auch um die unterschiedlichen Fussballkulturen. England verfügt über eine multikulturelle Mannschaft, während Italien vorwiegend aus «Ur-Italienern» besteht. Schmid-Bechtel stellt fest, dass im Clubfussball Migrationshintergrund durchaus erwünscht ist, bei der Nationalmannschaft aber nicht. Müller sieht dafür auch historische Gründe.

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