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Guter Rat muss nicht teuer sein – das beweist auch der FC Basel

Der ehemalige Präsident Bernhard Heusler ist zurück beim FC Basel – ehrenamtlich. Seine Erfahrung, seine ruhige Hand und sein kommunikatives Talent werden dem Klub zugutekommen.

Christoph Kieslich
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Von 2012 bis 2017 war Heusler als Präsident des FC Basel tätig.

Von 2012 bis 2017 war Heusler als Präsident des FC Basel tätig.

Symbolbild: Mario Heller / MAN

Die Fans des FC Basel werden sich die Augen gerieben und sogleich gedacht haben, dass das vielleicht die beste Nachricht seit langem ist: Bernhard Heusler ist zurück beim FCB. In beratender Funktion und in seiner Rolle als Ehrenpräsident des Vereins, zu dem ihn die Mitglieder 2017 zum Abschied nach einer langen, glanz­vollen Ära gewählt haben.

Diese Rückkehr sollte man nicht überhöhen, aber auch nicht gering schätzen. Heusler wird nicht mehr Teil der operativen Crew und des Alltagsgeschäfts sein. Sein Rat ist gefragt, vor allem von David Degen, der gemerkt hat, wie schwierig es ist, vom Ex-Profi zum Klubbesitzer aufzusteigen.

Mit der Entschlackung der beiden Verwaltungsräte trennt sich Degen von sechs Gefährten nach der ersten, steinigen Wegstrecke. Der FCB steuert nun wieder auf das Führungsmodell zu, mit dem er einst unter Heusler reüssierte: wenige Köpfe, kurze Wege, rasche Entscheidungen.

Heuslers Comeback wärmt nicht nur die Herzen der FCB-Fans, es zeigt auch, dass sich Heusler nicht zu schade ist, die Aura des Erfolgspräsidenten einzubringen in ein Umfeld, das noch komplizierter ist als zu seinen Zeiten als Klubchef. Seine Erfahrung, seine ruhige Hand und sein kommunikatives Talent werden dem FCB zugutekommen. Und weil Heusler dies als Ehrenpräsident ehrenamtlich tun wird, kann man festhalten: Guter Rat muss nicht teuer sein.

1 Kommentar
Jürg Bloch

Da ist guter Rat gefragt und zeigt die Unfähigkeit der jetzigen Akteure, welche zugleich die FC Basel AG besitzen und führen wollen. Sich zurück nehmen, eine gutes Management engagieren und in Ruhe arbeiten lassen. Dann kann man in 2-3 Jahren da sein, wo man gerne hin möchte - an der Spitze einer drittklassigen europäischen Liga.

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