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FCL steigert sich nach schwacher erster Halbzeit, holt zum Celestini-Geburtstag in Lausanne immerhin einen Punkt

Ein Weitschusstor von Filip Ugrinic zum 1:1-Endstand bringt dem FC Luzern auswärts gegen Lausanne-Sport immerhin einen Punkt. Für einen Vollerfolg ist die Darbietung in den ersten 45 Minuten zu dürftig.

Daniel Wyrsch aus Lausanne
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Die FCL-Startaufstellung

Ibrahima Ndiaye, am Mittwoch beim 2:0-Sieg im Cup-Achtelfinal gegen Schaffhausen erster Torschütze und nach einem harten Kopfballduell benommen ausgewechselt, steht in der Startelf. Nach längerer Zeit ist auch wieder Lorik Emini in der Anfangsformation. Dafür sitzt Dejan Sorgic zu Spielbeginn nur auf der Ersatzbank.

Die Tore im Video

13. Minute: Lausanne-Captain Stjepan Kukuruzovic schiesst aus über 20 Metern, der Ball wird von einem Luzerner abgelenkt und landet unhaltbar für FCL-Keeper Vaso Vasic zum 1:0 unter der Latte.

75. Minute: Steilpass im Mittelfeld von Lorik Emini auf Filip Ugrinic, der macht's technisch fein und schiesst aus 20 Metern mit einem harten Aufsetzer den Treffer zum 1:1-Endstand.

Video: Tele 1

Matchbericht

Am 46. Geburtstag von Trainer Fabio Celestini leistet sich der FC Luzern eine passive erste Halbzeit. Die Gäste aus der Innerschweiz verzichten gegen den Tabellenletzten Lausanne auf ein Pressing, spielen dazu unkonzentriert und ohne Zusammenhang.

Mittelstürmer Dejan Sorgic sitzt zuerst nur auf der Bank, an seiner Stelle spielt Samuele Campo als falsche Nummer 9. Torgefährlicher sind denn auch die Gastgeber: Das 1:0 (13.) für Lausanne-Sport entsteht allerdings etwas zufällig, weil der Weitschuss von Stjepan Kukuruzovic von einem FCL-Spieler abgelenkt wird.

Filip Ugrinic im Zweikampf mit dem Lausanner-Abwehrmann Simone Grippo.

Filip Ugrinic im Zweikampf mit dem Lausanner-Abwehrmann Simone Grippo.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (31. Oktober 2021)

Ausgespielt wird der FCL in der 35. Minute: Trae Coyle läuft Filip Ugrinic davon, legt für Brahima Ouattara auf, der seinen Scharfschuss von Goalie Vaso Vasic mit den Händen reflexstark an die Latte gelenkt sieht.

Die einzige Luzerner Chance der ersten Halbzeit hat Ibrahima Ndiaye (45.), sein Kopfball aus guter Position fliegt übers Tor.

Die Innerschweizer starten offensiver in den zweiten Durchgang: Samuele Campo (50.) und Filip Ugrinic (52.) schiessen zwar knapp daneben, aber das sind immerhin Lebenszeichen des Celestini-Teams. In der 63. Minute wechselt der FCL-Coach gleich dreifach aus: Dejan Sorgic kommt für den nicht fit wirkenden Ibrahima Ndiaye, Yvan Alounga für Samuele Campo und Varol Tasar für Christian Gentner.

Die Topchance zum 2:0 hat in der 70. Minute Kukuruzovic, er scheitert mit seinem Schuss an Silvan Sidler, der hervorragend blockt und von Vasic für die wichtige Tat abgeklatscht wird. Fünf Minuten später passt Lorik Emini im Zentrum auf Filip Ugrinic, der sich in seiner typischen Art um seine eigene Achse dreht und mit einem gekonnten Aufsetzer aus 20 Metern zum 1:1 (75.) trifft. Lausanne-Keeper Thomas Castella kommt nicht an den scharfen Ball.

In der Schlussphase machen die Lausanner nochmals Druck, verpassen aber den Siegtreffer. Für den FCL ist es bereits das sechste 1:1-Unentschieden der Saison. Damit bleibt Lausanne Tabellenletzter und die Zentralschweizer belegen neu Platz 9. Das Geburtstagsgeschenk mit einem Vollerfolg für Celestini bleibt aus, dafür ist die erste Halbzeit aber auch viel zu schlecht.

FCL-Reaktionen

Luzern-Trainer Fabio Celestini: «Wir entschieden uns für eine gute Verteidigung, standen tief. Damit wollten wir Lausanne den Raum nehmen, denn die Romands sind bekanntlich stark, wenn sie in der Tiefe Platz erhalten. Ebenso wollten wir verhindern, dass sie zum Flanken kommen. Im letzten Spiel in Bern gegen YB waren sie zu sieben, acht Chancen gekommen. Lausanne und wir hatten je eine gute Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel sind wir mehr zum Spielen gekommen, hatten den Ball öfter. Danke für die Gratulation zum Geburtstag. Ob ich mit dem Unentschieden mein Wiegenfest mit einem guten Gefühl ausklingen lassen kann? Eigentlich will ich immer gewinnen, mit spielerisch guter Leistung zum Erfolg kommen, das ist meine Philosophie. Doch wenn es nicht möglich ist, einen Sieg einzufahren, dann ist es auch okay, einen Punkt zu holen. Die Bilanz der letzten Spiele gegen Basel, YB, St. Gallen und jetzt in Lausanne ist sicher mehr als nur ordentlich: Vier Spiele, sechs Punkte. Dazu haben wir uns im Cup gegen Schaffhausen durchgesetzt und stehen im Viertelfinal. In der Meisterschaft wollen wir am nächsten Samstag das Heimspiel gegen Sion unbedingt für uns entscheiden.»

Filip Ugrinic im Interview nach dem Spiel

Video: PilatusToday

Marvin Schulz im Interview nach dem Spiel

Video: PilatusToday

FCL-Noten

Telegramm

Lausanne – Luzern 1:1 (1:0)

Stade de la Tuilière. – 4664 Zuschauer. – SR Cibelli.

Tore: 13. Kukuruzovic (Husic) 1:0. 75. Ugrinic (Emini) 1:1.

Lausanne: Castella; Chafik, Grippo, Monteiro (80. Nanizayamo), Husic; Mahou (80. Sanches), Trazié (65. N'Guessan), Kukuruzovic, Coyle; Ouattara (70. Koyalipou), Amdouni (80. George).

Luzern: Vasic; Schulz, Burch, Badstuber, Sidler; Gentner (63. Tasar), Emini (83. Grether), Wehrmann (83. Schürpf); Ndiaye (63. Sorgic), Ugrinic; Campo (63. Alounga).

Bemerkungen: Lausanne ohne Puertas (gesperrt), Geissmann, Kapo, Tsoungui und Turkes (alle verletzt), Diaw und Bares (beide krank). Luzern ohne Müller, Ndenge, Frydek, Cumic, Alabi und Farkas (alle verletzt). Verwarnungen: 14. Amdouni, 42. Ugrinic, 52. Emini, 78. Monteiro (alles Fouls). 35. Lattenschuss Ouattara.

Tabelle

Ausblick

Der FC Luzern empfängt am kommenden Samstag (20.30 Uhr) den FC Sion in der Swisspor-Arena. Wiederum geht es um viel gegen einen direkten Rivalen in der unteren Tabellenregion,

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