FIFA
Blatter bringt SFV-Präsi Gilliéron in die Zwickmühle: «Situation ist schwierig»

Sepp Blatters Ankündigung, für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident kandidieren zu wollen, führte zum Bruch zwischen der UEFA und dem 78-jährigen Walliser. Der SFV-Präsident Peter Gilliéron befindet sich nun in einer unangenehmen Lage.

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Peter Gilliéron (links) und Sepp Blatter an den oylmpischen Sommerspielen in London 2012.

Peter Gilliéron (links) und Sepp Blatter an den oylmpischen Sommerspielen in London 2012.

Keystone

"Offen gestanden ist diese Situation schwierig für mich", sagte Gilliéron in einem Interview mit der "NZZ". Der Berner Jurist verwies dabei auf die Tatsache, dass er seinen Schweizer Landsmann Blatter schon lange kennt, er gleichzeitig aber auch Exekutivmitglied der UEFA ist. "Ich werde sicher mit allen Beteiligten nochmals sprechen müssen." Andererseits sei ja auch noch offen, ob die UEFA überhaupt einen Kandidaten für das FIFA-Präsidium ins Rennen schicken wird, so Gilliéron.

Beim 64. FIFA-Kongress vor einer Woche in São Paulo stimmte Gilliéron als Schweizer Vertreter für eine Alters- und Amtszeitbeschränkung. Ein angedachtes Modell mit drei Amtszeiten à vier Jahren fand jedoch keine Mehrheit; auch ein Alterslimit wurde von den 209 Delegierten abgelehnt.

Gilliéron: "Ich halte die Alters- und Amtszeitbeschränkung nicht für ein Kernstück." Er habe in dieser Frage eine sehr liberale Meinung, so der 61-Jährige. "Ich denke, dass man einen Funktionär abwählen soll, wenn er nicht mehr gut ist." Auch innerhalb des Schweizerischen Fussball-Verbands gibt es bislang weder eine Alters- noch eine Amtszeitbeschränkung.

Weiter hielt Gilliéron in der "NZZ" fest, dass die FIFA "viel Gutes tut". Dies gehe bei all den Diskussionen und Polemiken rund um den Weltverband vergessen. "Ganz selbstverständlich haben alle Verbände wieder Geld bekommen. Damit können wir in der Schweiz nachhaltige und wertvolle Projekte im Jugend- und Breitensport finanzieren, von denen kaum jemand spricht." Das Gleiche gelte für FIFA-Entwicklungsprogramme in ärmeren Ländern, so Gilliéron. (sda)

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