WM14
Das ist bitter: Kämpferische Schweizer scheiden an der WM aus

Das tut weh: Die WM ist für kämpferische Schweizer nach einer 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen Argentinien zu Ende. Angel Di Maria zerstörte in der 118. Minute die Schweizer Viertelfinal-Träume.

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Argentinien-Schweiz, Achtelfinal: Die Bilder zum Spiel
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Das Spiel ist Aus, die Schweiz scheidet ganz bitter aus
Xherdan Shaqiri kann die Niederlage nicht fassen
Shaqiri, er zeigte eine grossartige Partie, nach Spielende am Boden zerstört
Diego Benaglio muss getröstet werden
Pfostenschuss! Dzemaili kommt freistehend zum Kopfball, trifft aber nur den Pfosten, von dort geht ihm der Ball ans Bein und dann ins Out.
 Dzemaili hat die Riesen-Riesenchance zum 1:1 Unentschieden kurz vor Schluss
Dzemaili trauert der grossen Chance nach
Dzemaili alleine nach Spielschluss Ihm wird der Pfostenschuss nach Spielende wohl noch Tausend Mal durch den Kopf gehen
Die Schweizer trauern unmittelbar nach dem Pfostenschuss der Grosschance nach
Djourou nach dem Siegtreffer Argentiniens am Boden zerstört
Shaqiri bei der letzten Freistosssituation Sekunden vor Schluss
Angel di Maria zerstört in der 118. Minute die Viertelfinal-Träume der Schweizer
Benaglio muss sich in der 118. Minute geschlagen geben
Jubel bei den Argentiniern über den Treffer von Di Maria
Messi zieht ab, die Schweizer Abwehr kann klären
Ein Leidgenosse
Inler macht auf gute Freunde
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Benaglio muss kurz gepflegt werden
Benaglio wird hart angegangen und tut sich an der Schulter weh
Djourou steht Higuain im Weg
Messi zieht Mehmedi davon
Drmic mit der Grosschance - er versucht den Ball über Romero zu lupfenund scheitert
Shaqiri mit dem Dribbling gegen Mascherano
Drmic vergibt die zweite Grosschance des Spiels
Xhaka kommt beim Penaltypunkt freistehend zum Abschluss, doch vergibt die Grosschance
Rodriguez zeigt eine starke erste Halbzeit
Mascherano verdächtigt Inler einer Schwalbe
Shaqiri wird von Zabaleta gelegt
Messi gegen Djourou
Shaqiri grüsst Messi
Gonzalo Higuain am Ball, Stephan Lichtsteiner und Granit Xhaka sind zur Stelle
Die Startformation der Schweizer gegen Argeninien
Das Team der Argentinier
Auf gehts, Schweizer Nati!
Die Schweizer zeigen Muskeln - oder was auch immer, auf alle Fälle: Nett gekleidet!
Das Schweizer Team läuft sich ein
Lionel Messi beim Einspielen
Die Schweizer Fans in Sao Paulo auf dem Weg ins Stadion
Die Argentinier verehren Diego Maradona
Fans haben sich lieb vor dem Spiel
Die argentinischen Fans stimmten schon abends spät auf das Spiel ein
Das Stadion in Sao Paulo
Die Schweizer Nati bricht auf und steigt in den Bus
Die Schweizer Nati jubelt - ob sie das auch gegen 20 Uhr tun werden?
Argentinische Fans machen Stimmung bei einer Liveübertragung des argentinischen Staatsfernsehens.
Stadion
Die Schweizer Nati hat die Chance ihres Lebens, packt sie und schreibt Geschichte!
Stephan Lichtsteiner postet auf den Sozialen Medien dieses Bild und schreibt dazu: Kein Berg isch z'höch... mir packeds! Hopp Schwyz!
Shaqiri gegen Messi Unser Karikaturist Silvan Wegmann hat gezeichnet - brilliant!

Argentinien-Schweiz, Achtelfinal: Die Bilder zum Spiel

Keystone

Die Schweiz ist nach einem veritablen Fussball-Drama in São Paulo im WM-Achtelfinal gegen Argentinien ausgeschieden. In der vorletzten Minute der Verlängerung erzwang Angel Di Maria das 1:0 und löste im beeindruckenden Team von Hitzfeld die totale Konsternation aus.

Blau und Weiss überall, Zehntausende sangen nur für die "Albiceleste". Sie hatte die hochklassige Begegnung mit der Schweiz um Haaresbreite überstanden. Doch das grenzenlose Mitgefühl gehörte in der Corinthians-Arena den Verlierern. Sie hatten einem der meistgenannten WM-Favoriten alles abverlangt und das Top-Team gar an den Rand einer historischen Schmach gedrängt.

Die Schweizer hatten sich bis zur letzten Sekunde aufgelehnt. Sie liessen sich partout nicht von ihrem Vorhaben abbringen, Geschichte zu schreiben - bis zur 118. Minute der Verlängerung, bis Lionel Messi einen genialen Einfall hatte, bis Angel di Maria das Herz der Fussball-Schweiz durchbohrte. Die Spieler von Hitzfeld mochten das Drama nicht wahrhaben, sie setzten zu einem letzten Gegenzug an - doch das Happy End war nicht zu erzwingen, weil Dzemailis Kopfball vom Pfosten zurückprallte.

Und als Shaqiri mit einem letzten Freistossball an der Mauer der Gauchos scheiterte, sanken die Enttäuschten regungslos nieder, derweil die Südamerikaner wilde Tänze aufführten. Mittendrin stand Ottmar Hitzfeld - mit Tränen in den Augen, übermannt von den Emotionen, geschüttelt vom Schock der unerhört bitteren Niederlage, paralysiert vom Fakt, dass seine grandiose Trainer-Karriere 120 Sekunden vor dem Penaltyschiessen endgültig endete.

Benaglios Paraden

Die ersten Wellen von den Rängen kamen nicht auf dem Rasen an. Die elektrisierende Stimmung übertrug sich nicht sofort auf das Team der Gauchos. Argentinien bemühte sich, phasenweise mit einer 4-2-4-Formation, manchmal mit Messi hinter einer offensiven Dreierreihe, dann und wann auch nach dem Freestyle-Prinzip. Zu Beginn zumindest enttäuschte der zweifache Weltmeister, derweil die Schweizer die Rolle des Spielverderbers nahe der Perfektion interpretierten.

Erst mit erheblicher Verzögerung entwickelte sich die Partie so, wie es aus Schweizer Optik zu befürchten war: Das Team der Weltfussballer und Champions-League-Sieger setzte mit einer imposanten Vehemenz auf Angriff, Hitzfelds Mannschaft hingegen musste den Rückzug antreten. Sie verteidigte mit purer Leidenschaft, selbst ein Verhältnis von 0:7 Cornern nach der Pause überstanden sie, Keeper Benaglio reihte einen "Big Save" an die nächste spektakuläre Flugeinlage.

Und als der Grossteil der 63'255 Zuschauer und wohl auch der Titelanwärter mutmasslich mit einem schleichenden Zerfall der Schweizer rechneten, erhöhte Hitzfelds Equipe die Schubkraft ohne Vorwarnung noch einmal. Der brasilianische Teil des Publikums belohnte jeden Pass und Trick der einem schallenden "Olé" - eine Spur Sarkasmus an die Adresse der Messi-Nation gehörte für die Einheimischen offensichtlich zum Programm.

Die Show von Shaqiri

Das erste Highlight beanspruchte nicht die argentinische Prominenz, sondern die SFV-Auswahl. In der 28. Minute erspielte sich Shaqiri früh einen grossen Moment. Gago trickste er aus, als stünde ihm ein Verteidiger von Honduras gegenüber - ein Dribbling, ein perfekter Rückpass. Sein Pech war, dass Xhaka die Aktion auf weniger hohem Niveau fortsetzte und aus bester Position mit seinem unpräzisen Flachschuss an Romero scheiterte.

Shaqiri demonstrierte nicht nur in jener Szene, weshalb sie ihm selbst im Land des zweifachen Weltmeisters im Vorfeld mit spürbarem Respekt begegnet waren. Der Bayern-Jungstar war kaum vom Ball zu trennen. Nicht Messi, der bis zur persönlichen Schlusspointe äussert diskrete vierfache Weltfussballer, sondern der Spielmacher der Schweiz prägte die erste Hälfte, düpierte die Kontrahenten reihenweise, entzückte mit virtuosen Einlagen.

Die zunächst kaum zu kontrollierende Nummer 23 der Schweiz stand für den couragierten Stil der Schweiz in der Startphase des Duells. Und er stand am Ursprung der besten Szene. Mit einem feinen Pass verschaffte er Josip Drmic unmittelbar vor der Pause die zweite Chance, der SFV-Auswahl einen Vorteil zu schaffen. Doch der künftige Leverkusen-Professional zog solo vor dem argentinischen Keeper den missratenen Heber einem entschlosseneren Abschluss vor.

Dank Showmaster Shaqiri erspielten sich die Schweizer in der ersten Hälfte ein ein Chancenplus und ein Eckballverhältnis von 4:1 - nur das Ergebnis passte nicht zu ihrem beträchtlichen Aufwand. Als Messi und Co. sich vor allem passiv verhielten, verpassten die forschen Herausforderer den Augenblick, den Widersacher tief in der ersten Halbzeit vor ein ernsthaftes Problem zu stellen.

Argentiniens Tempoverschärfung

Der zeitweilige Ratlosigkeit und spielerische Einöde der Gauchos war mindestens so verblüffend wie der erstklassige Start der Schweizer. Dass sich eine in der Offensive derart hoch dotierte Equipe während den ersten 45 Minuten eines Achtelfinals auf südamerikanischem Territorium keine Torchance erspielen würde, damit hatte niemand gerechnet - nur war absehbar, dass das Star-Ensemble irgendwann zu einer markanten Steigerung in der Lage sein würde.

Erst als die Argentinier von ihrem teilweise monotonen Spiel abrückten, das auf einer regelrechten Zweiteilung - die vier "Fantasticos" und der Rest - beruhte, verschärften sich die Probleme der Schweizer spürbar. Die Stilsicherheit ging verloren, das Ballsicherheit der Leader im Mittelfeld ebenso. Xhaka, zu seinem Nachteil früh verwarnt, stiess in der nun aufkommenden Hektik als Erster an die Grenzen - Hitzfeld reagierte mit der Einwechslung von Gelson Fernandes.

Mit seiner Massnahme setzte der Coach ein Signal - angesichts der aufkommenden Gauchos verordnete er der eigenen Mannschaft mit gutem Grund die Strategie "Safety first". Die Intensität der Zweikämpfe nahm von Minute zu Minute zu. Die Südamerikaner stürmten, drängten, setzten nach. Immer wieder stand ihnen nur noch Diego Benaglio gegenüber - und wehrte während der regulären Spielzeit jeden noch so schwierigen Ball ab.

Dem Goalie gelang im 61. und wichtigsten Länderspiel seiner Karriere alles. Bis zur 118. Minute war er nicht zu bezwingen - bis Messi die Mauer der Schweiz ein einziges Mal durchbrach, zur Seite passte, und Di Maria den Ball unhaltbar gegen die Laufrichtung Benaglios über die Linie schob.

Argentinien - Schweiz 1:0 (0:0) n.V.

Arena Corinthians, São Paulo. - 63'255 Zuschauer. - SR Eriksson (Sd). - Tor: 118. Di Maria (Messi) 1:0.

Argentinien: Romero; Zabaleta, Federico Fernandez, Garay, Rojo (105. Basanta); Gago (106. Biglia), Mascherano; Messi; Lavezzi (74. Palacio), Higuain, Di Maria.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez; Behrami, Inler; Xhaka (66. Fernandes), Shaqiri, Mehmedi (113. Dzemaili); Drmic (82. Seferovic).

Bemerkungen: Argentinien ohne Aguero (verletzt), Schweiz ohne Gavranovic und von Bergen (beide verletzt/abgereist). Schweizer Ersatzspieler: Sommer, Bürki; Ziegler, Senderos, Lang, Barnetta, Stocker. 121. Kopfball von Dzemaili an den Pfosten. Verwarnungen: 36. Xhaka (Foul). 73. Fernandes (Foul). 90. Rojo (Foul/im Viertelfinal gesperrt). 120. Di Maria (Foul).

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