Testspiel

Der FC Aarau blamiert sich in Luzern bis auf die Knochen

Alessandro Ciarrocchi und sein verschossener Penalty stehen sinnbildlich für das FCA-Debakel in Luzern.

Alessandro Ciarrocchi und sein verschossener Penalty stehen sinnbildlich für das FCA-Debakel in Luzern.

0:5 - nach einer unterirdischen Leistung im Testspiel gegen die Innerschweizer muss die sportliche Leitung über die Bücher. Fakt ist: Dieser Auftritt wird für die Mannschaft Konsequenzen haben.

Peinlich und eines FC Aarau unwürdig. Eine Bankrotterklärung. Mehr Worte bedarf es eigentlich nicht für das, was die Mannschaft im Testspiel gegen den FC Luzern abgeliefert hat. Wir bemühen uns trotzdem um ein paar Zeilen.

0:5. Nach dieser zweiten Halbzeit ist das Schlussresultat noch das Beste am Ganzen. Sportchef Sandro Burki sitzt mit starrem Blick auf der Spielerbank, fassungslos über die Darbietung „seines“ FCA. „Wir haben abgesehen vom Penalty nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen. Das war peinlich. So darf sich der FC Aarau einfach nicht präsentieren – Testspiel hin oder her.“ Der 32-Jährige versichert, dass man beim FCA nach diesem Nachmittag nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehe. „Das lasse ich nicht auf mir sitzen.“ Er bespricht sich minutenlang mit Trainer Marinko Jurendic. Das Duo verzichtet auf unmittelbare Massnahmen noch in Luzern. Am Freitagvormittag aber dürften im Brügglifeld die Kabinenwände wackeln. Welche Strafmassnahmen genau die sportliche Führung ergreifen wird, ist unbekannt. Das Ziel aber ist klar: Die Spieler müssen an der Ehre gepackt werden. Sie müssen sich im Klaren sein, dass es einen solch blamablen Auftritt nie mehr geben darf.

Schauplatz des irritierenden FCA-Auftritts: Das Leichtathletikstadion in Luzern

Schauplatz des irritierenden FCA-Auftritts: Das Leichtathletikstadion in Luzern

Auf der Tribüne im Leichtathletikstadion Allmend tut das Zuschauen als FCA-Sympathisant ganz einfach weh. Der FC Aarau, einst ein respektierter Konkurrent in der Innerschweiz, verkommt zur Lachnummer. Schuld daran ist vor allem die Darbietung in der zweiten Halbzeit: In dieser lässt Jurendic jene Spieler laufen, die gegen Xamax nicht zum Einsatz kamen. Und was tut die zweite Garde? Statt sich zu wehren, dem Trainer zu zeigen, dass sie sehr wohl in die Stammelf gehören, lassen sich die Ersatzspieler buchstäblich abschlachten. Spiegelbild des Desasters ist der von Alessandro Ciarrocchi getretene Penalty: Halbhoch halblinks aufs Tor, an Harmlosigkeit nicht zu überbieten, leichte Beute für Luzern-Goalie David Zibung.

Natürlich - es war nur ein Testspiel. Natürlich – im Verlauf der Partie kamen immer mehr Nachwuchsspieler zum Einsatz. Trotzdem muss Trainer Jurendic Konsequenzen aus diesem unwürdigen Auftritt ziehen. Ansonsten ist der Aufwind, den man nach dem furiosen 2:0 gegen Xamax im Brügglifeld spüren konnte, schnell wieder verflogen.  

Meistgesehen

Artboard 1