Test misslungen

Der FC Basel verliert den Test gegen Dortmund mit 1:3

Der Champions-League-Finalist Borussia Dortmund genoss beim gestrigen Freundschaftsspiel im St. Jakob-Park etwas gar viele Freiheiten: Gleich dreimal musste FCB-Goalie Yann Sommer hinter sich greifen, währenddem sich der Borussen-Keeper Roman Weidenfeller nur einmal geschlagen geben musste.

Nun prangt da also doch noch ein Fleck auf der weissen Weste. Alle vier Spiele im Rahmen der Vorbereitung hat der FC Basel gewonnen und dabei stets einen spielfreudigen Eindruck gemacht - bis gestern. Der fünfte und letzte Test vor dem Meisterschaftsauftakt gegen Aarau ging in die Hose. «In den letzten 48 Stunden bis zum Aarau-Spiel geht es nun darum, einige Dinge zu verbessern», kommentierte Yakin die 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund. Die Antwort darauf, ob die Mannschaft den Schalter von Freundschafts- auf Pflichtspiel umlegen kann, habe er am späten Samstagabend. «Ich traue es ihr jedenfalls zu», sagt Yakin.

Mehr erhofft hat man sich beim FCB wohl auch, was die Zuschauerzahl angeht. Nur gerade 18'896 Fans fanden den Weg in den St. Jakob-Park und sahen eine Partie, in der Fabian Schär für das Heimteam (17.) und Marco Reus (11.), Henrik Mkhitaryan (26.) sowie Jonas Hofmann (90.) für den letztjährigen Bundesliga-Zweiten und Champions-League-Finalisten vier schön herausgespielte Tore erzielten. Das Kommen hat sich auch in anderer Hinsicht gelohnt. Sportdirektor Georg Heitz klärte während der Halbzeitpause die Fans via Stadion-TV über den Stand der Dinge an der Transferfront auf.

Auch wenn die aktuelle Mannschaft als gut genug angesehen wird, im August in die Champions League einzuziehen, arbeitet der FCB immer noch mit Hochdruck an der Personalie Matias Delgado. «Wir stehen mehrere Male täglich mit ihm Kontakt», sagt Heitz und verrät, dass der argentinische Spielmacher, der von 2003 bis 2006 die Fans in Basel schon einmal verzückte, grosse Lust an einer Rückkehr nach Basel habe. Jedoch steht der Verpflichtung ein gültiger Arbeitsvertrag des Spielers beim arabischen Spitzenklub Al Jazira im Weg. Diesen gilt es nun aufzulösen. «Wir wünschen uns alle einen Transfer. Aber es ist noch weit weg davon, perfekt zu sein.»

Bei Aleksandar Dragovic wartet Rotblau darauf, dass Inter Mailand die schriftlichen Dokumente zur Unterschrift nach Basel schickt. «Wir haben mündliche Vereinbarungen getroffen. Es ärgert uns, dass es seit längerem nicht vorwärts geht», sagt Heitz. Die Vereine dürften sich bei einer Ablösesumme von knapp zehn Millionen Franken getroffen haben. Auch Dragovic würde gerne wissen, wie ernst es den Italienern mit seiner Verpflichtung ist. «Für ihn ist es zurzeit nicht einfach, sich voll und ganz auf den FC Basel zu konzentrieren.» Zu rechnen ist damit, dass der Innenverteidiger in den nächsten Tagen in Mailand unterschreibt. Inter hat gestern das Training aufgenommen und dürfte daran interessiert sein, das Kader für die nächste Saison so schnell wie möglich beisammen zu haben.

Teilerfolg für Serey Die

Einen Teilerfolg kann Basels Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die verbuchen: Der Ivorer hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Rekurs gegen die viermonatige Sperre der Fifa eingelegt und zudem aufschiebende Wirkung bis zum definitiven Urteil verlangt. Diesem Antrag hat der CAS nun stattgegeben. Das definitive Urteil darüber, ob die Basler Nummer 8 bei seinem Wechsel vor fünf Jahren nach Sion Vertragsbruch begangen hat, wird in vier bis acht Monaten erwartet. Serey Die darf bis dahin in allen Wettbewerbsspielen des FCB eingesetzt werden. Wann er sein Saisondebüt feiert, ist jedoch offen: Der Mittelfeldpuncher kuriert zurzeit eine schwere Oberschenkelprellung aus.

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