Heute Nachmittag gibt der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic sein erstes Aufgebot im neuen Jahr bekannt. Die dringendste Frage aktuell ist: Reicht es Haris Seferovic, um nach seiner Adduktoren-Verletzung rechtzeitig gesund zu werden? Die Tendenz ist unerfreulich, Seferovic könnte bei optimalem Heilungsverlauf zwar zu einem Einsatz kommen. Aber Petkovic ist nicht dafür bekannt, Risiken einzugehen.

Wegweisend wird auch sein, wie Petkovic die «Causa Lichtsteiner» behandelt. Der Captain wurde im vergangenen Herbst wegen des sanften Umbruchs teilweise nicht aufgeboten. Bei Arsenal kam er in dieser Saison in 21 Spielen während 1565 Minuten zum Einsatz. Das liegt im erwarteten Bereich, auch wenn nur die Hälfte der Einsatzzeit auf die Premier League entfällt. Derzeit leidet Lichtsteiner indes an Rückenproblemen.

EM-Quali beginnt nächsten Samstag

Doch auch seine Konkurrenten Kevin Mbabu und Michael Lang waren in den vergangenen Wochen teilweise (Lang) oder länger (Mbabu) verletzt. Wie auch immer: Der Umgang mit Captain Lichtsteiner (bleibt er es?) wird die grösste Herausforderung für Vladimir Petkovic in diesem Länderspiel-Jahr.

Die EM-Qualifikation beginnt am Samstag, 23. März. Die Gegner heissen Dänemark, Irland, Georgien und Gibraltar. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2020, die vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfindet. Alles andere als die Teilnahme wäre
für die Schweiz eine Enttäuschung.