Der 96-jährige Havelange, der von 1974 bis 1998 die FIFA angeführt hatte, erhielt demnach im Jahr 1997 1,5 Millionen Schweizer Franken von der inzwischen Konkurs gegangenen FIFA-Vermarktungsagentur ISL. Teixeira, der im März nach 23 Jahren als Präsident des brasilianischen Fussball-Verbandes zurückgetreten war, kassierte zwischen 1992 und 1997 sogar 12,7 Millionen Franken.

Die brisanten Schriftsätze waren öffentlich geworden, nachdem das Bundesgericht die Beschwerde gegen eine Veröffentlichung abgelehnt hatte. Die Einsicht von Journalisten in die Einstellungsverfügung der Zuger Staatsanwaltschaft sei die Voraussetzung zur Berichterstattung über die in der Öffentlichkeit erhobenen Korruptionsvorwürfe, steht in der Begründung des Bundesgerichts.

Die FIFA nahm das Verdikt gelassen hin: Das Bundesgerichtsurteil läge auf der Linie, die die FIFA und der FIFA-Präsident seit 2011 verfolgen, als der Weltfussballverband seinen Willen zur Veröffentlichung der ISL-Einstellungsverfügung bekannt gegeben habe, heisst es in einer Mitteilung. Dies ist allerdings nicht erstaunlich, bestätigte doch das Bundesgericht, dass FIFA-Boss Joseph Blatter nicht in den Fall verwickelt sei, wie das bereits die Staatsanwaltschaft Zug festgehalten habe.