Per SMS verkündet Marco Streller sein Aus beim FC Basel. Der «Blick» zitiert den Inhalt wie folgt: «Es bricht mir s’Herz, euch mitzteile, dass ich per sofort als Sportdirektor zruggträtt… es sind 2-3 Sache passiert, won ich nit chan akzeptiere…. ich dank euch für die letschte zwei joor ihr sind tief in mim Herz. Bitte holet dä Chübel zrugg nach Basel. Ich bin in Gedanke bi euch… Liebe Gruess.»

Es ist der neuerliche Tiefpunkt eines FC Basel, der sich seit zwei Jahren mehr und mehr selber zerfleischt und wegen zahlreicher interner Ungereimtheiten von der einen in die andere Krise schlittert. Nachdem die Verhandlungen mit Strellers Wunschkandidat Patrick Rahmen scheiterten, sah die Vereinslegende keine andere Wahl, als schweren Herzens selber den Hut zu ziehen. 

Weil Streller nun geht, ist es gut möglich, dass Marcel Koller FCB-Trainer bleibt. FCB-Präsident Bernhard Burgener gilt als Befürworter des 58-jährigen Zürchers. Streller sah keine Zukunft für Koller beim FCB. Die Uneinigkeit zwischen Präsident und Sportchef stehen am Ursprung des gescheiterten Wechsels von Patrick Rahmen. Da der Trainer nun in Aarau bleibt und Sportchef Streller ebenfalls weg ist, scheint es plötzlich wieder möglich, dass Koller am Dienstag beim Trainingsauftakt im Joggeli auf der Matte steht.