Todesfall

FCZ-Goalie-Legende Karl Grob mit 72 Jahren verstorben

Karl Grob, einer der grossen Schweizer Goalies der Siebzigerjahre, ist tot. Er starb mit 72 Jahren nach einem Organversagen im Triemlispital Zürich. Grob spielte von 1967 bis 1987 für den FC Zürich.

Grobs Grösse bezieht sich auf das Können und die Bedeutung, nicht auf die Körpergrösse. Mit 173 Zentimetern war er für einen Torhüter schon für die damalige Zeit ungewöhnlich klein. Aber ebenso ungewöhnlich waren das technische Können, die Schnelligkeit und besonders die Sprungkraft, mit der Grob das körperliche Manko wettmachte.

Obwohl er ab und zu verletzt war, spielte Grob über den 41. Geburtstag hinaus beim FCZ. Danach hängte er eine Saison beim FC Biel an, an deren Ende der FCZ in die damalige Nationalliga B abstieg. Mit 513 Spielen ist Grob der Rekordspieler in der Geschichte des FC Zürich.

Die grössten Erfolge des siebenfachen Internationalen waren die fünf von 1968 bis 1981 errungenen Meistertitel sowie die vier Cupsiege zwischen 1970 und 1976. Dreimal hiess der Gegner im Cupfinal FC Basel. Nur nach seinem letzten Cupfinal musste Grob als Verlierer vom Platz gehen. Es war der unvergessliche Final 1981, in dem Lausanne die favorisierten Zürcher 4:3 nach Verlängerung besiegte.

Karl Grob war der Proletarier unter den Schweizer Torhütern. Nach seiner Karriere zog er sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Er arbeitete bis zum Pensionsalter als Magaziner.

Aus der Zeit der legendären Rivalität zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich in den Siebzigerjahren sind beide Torhüter innerhalb relativ kurzer Zeit gestorben. Marcel Kunz vom FC Basel, gebürtiger Langenthaler, starb im Juli 2017 im Alter von 74 Jahren.    

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