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Murat Yakin kritisiert Secondos in der Nati – und sagt: «Der Job des Nati-Trainers würde mich reizen»

Er verfolgt den Fussball aus der Distanz: Murat Yakin ist seit einem Jahr Hausmann, stolzer Vater und sehr entspannt.

Er verfolgt den Fussball aus der Distanz: Murat Yakin ist seit einem Jahr Hausmann, stolzer Vater und sehr entspannt.

Seit einem Jahr ist er Hausmann, stolzer Vater und verfolgt den Fussball etwas aus der Distanz: Murat Yakin. Für den ehemaligen FC-Basel-Spieler und -Trainer, der auch jahrelang in der Nati spielte, ist die aktuelle Nationalmannschaft zu wenig erfolgshungrig.

Für den ehemaligen FC-Basel-Spieler und -Trainer Murat Yakin, der auch jahrelang in der Nati spielte, ist die aktuelle Nationalmannschaft zu wenig erfolgshungrig.

Er sagt im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag»: «Wahrscheinlich hatten wir Secondos zu meiner aktiven Zeit den grösseren Siegeswillen und gaben alles. Wir wollten nicht nur spielen, sondern auch gewinnen.» Die heutige Secondo-Generation müsse «weniger kämpfen».

Für die Fussball-EM ist Yakin nicht völlig pessimistisch. «Untergehen wird die Nati nicht. Entscheidend wird sein, dass das Team den Schalter umstellen kann: Vom Freundschaftsspiel- zum Ernstkampf-Modus.»

Die aktuelle Nati erreiche die Herzen der Schweizer zu wenig. Das liege auch an der Planung der Freundschaftsspiele: «Vielleicht hängt das auch mit den eher undankbaren Freundschaftsspielen gegen Bosnien und jetzt dann noch gegen Belgien und Moldawien zusammen. Da kommt schwerlich Stimmung auf. Das war vor der WM 2014 anders, als die Schweiz in Basel gegen Brasilien spielte und 1:0 gewann. Man kann sich zudem fragen, ob die Nati die richtigen Spielorte gewählt hat (Zürich, Genf und Lugano).»

Yakin sagt weiter, er kümmere sich nun um seine Familie, doch irgendwann wolle er wieder Trainer sein: Sowohl zum Nati-Job wie zum FC Basel-Job würde er «nicht nein sagen». Aber, ergänzt er: «Ich habe mir geschworen, erst wieder als Trainer einzusteigen, wenn meine Ex-Mitspieler alle aufgehört haben.»

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