Mladen Petric entschied sich 2001 in Zukunft für Kroatien zu spielen, Ivan Rakitic sechs Jahre später. Die beiden schweiz-kroatischen Doppelbürger äusserten sich im «Blick» zur von SFV-Generalsekretär Alex Miescher lancierten Doppel-Pass-Debatte.

Eine sehr schwierige Entscheidung

Rakitic sagte in einem «Blick»-Interview im Jahr 2011, dass er seinen Entscheid nie bereut habe: «Aber ich habe auch immer mit Riesen-Stolz den Schweizer Nati-Dress getragen. Ich habe weiter den Schweizer Pass und würde ihn nie abgeben. Aber aus heutiger Sicht würde ich sagen, wäre es vielleicht besser, wenn man diesen jungen Menschen die Entscheidung abnimmt.»

Petric pflichtet ihm gegenüber dem «Blick» bei: «Grundsätzlich habe ich schon immer gesagt, dass ich es gut fände, wenn man diese Entscheidung nicht dem Spieler vor die Füsse werfen sollte. Es ist eine extrem schwierige Entscheidung.»

Wo sehen die Beiden Lösungsansätze?  Rakitic: «Wenn du für die U15 der Schweiz spielst, solltest du danach ans Land gebunden sein. Bevor Richtung 20 die ganzen Abwerbe-Versuche losgehen. Mit 15 bist du noch nicht so im Fokus.» 

Wurde bei den Zürcher Grasshoppers gross: Mladen Petric.

Wurde bei den Zürcher Grasshoppers gross: Mladen Petric.

Petric sagt im «Blick»: «Eine Möglichkeit wäre, dass ein Spieler, der in der Schweiz aufwuchs, verpflichtet ist, für die Schweiz zu spielen.» Weder er noch ­Rakitic, der mit Kroatien den WM-Viertelfinal bestreitet, dürften für Kroatien spielen.