Fifa-Wahl
Was Gilliéron, Platini, Figo und Co zu Blatters Wiederwahl sagen

Der neuste Korruptionsskandal um Fifa-Spitzenfunktionäre hat Joseph Blatter (79) doch nichts anhaben können. Während sich der Schweizerische Fussballverband bedeckt gibt, sprechen Blatters Gegner Klartext – der Krieg sei nicht vorbei.

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Während sich Sepp Blatter feiern lässt, sparen seine Gegner nicht mit Kritik und Kampfansagen.

Während sich Sepp Blatter feiern lässt, sparen seine Gegner nicht mit Kritik und Kampfansagen.

Keystone

Peter Gilliéron (SFV-Präsident): «Ich gratuliere Joseph Blatter zur Wiederwahl. Richtig und wichtig ist jetzt, dass das Gespräch gesucht wird, dass Entscheide getroffen und Lösungen gefunden werden, welche die FIFA und den Fussball aus den negativen Schlagzeilen und vorwärts bringen. Man darf auch in diesen Tagen, in denen von Korruption, Krise und Skandalen die Rede war und ist, nicht vergessen, was die FIFA und ihr Präsident für den Fussball getan und erreicht haben. Ich werde nicht öffentlich machen, welcher Name auf meinem Wahlzettel stand. Der SFV respektiert die Rahmenbedingungen einer Wahl mit geheimer Stimmabgabe.»

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es unter Blatter eine Wende gibt. Man muss bedenken, dass er 79 Jahre alt ist. Der Erfolg Blatters liegt auch im System begründet. Aber es nützt nichts, jetzt zu diskutieren, ob es richtig ist, mit dem System Ein-Land-eine-Stimme zu operieren. Denn nur so kann das zustande kommen.»

Michel Platini (UEFA-Präsident): «Ich bin stolz, dass die UEFA die Bewegung für einen Wechsel in der FIFA verteidigt und unterstützt hat. Ein Wechsel ist meiner Meinung nach entscheidend, wenn diese Organisation ihre Glaubwürdigkeit wiedererlangen will.»

Luis Figo (ursprünglicher Präsidentschaftskandidat): «Heute ist ein weiterer schwarzer Tag in Zürich. Die FIFA hat verloren, aber vor allem hat der Fussball verloren und jeder, der sich wirklich darum sorgt. Blatter ist verantwortlich für den Punkt, an dem die FIFA heute steht. Und doch wird er wiedergewählt. Das zeigt, wie krank diese Organisation ist.»

Michael van Praag (Verbandspräsident Holland, ursprünglicher Präsidentschaftskandidat): «Wir haben vielleicht eine Schlacht verloren, aber der Krieg ist nicht vorbei. Ich werde weiter für eine bessere FIFA kämpfen.»

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