Fussball

Wer ist Chef im Schweizer Nationalteam?

Wer ist der Chef in der Nati? Gökhan Inler (l.) oder Granit Xhaka.

Wer ist der Chef in der Nati? Gökhan Inler (l.) oder Granit Xhaka.

Vor den EM-Qualifikationsspielen gegen Slowenien und England stellt sich die Frage, wer der Chef der Schweizer Nationalmannschaft ist. Captain Inler scheint die logische Wahl zu sein, Granit Xhaka will eine klare Antwort.

Granit Xhaka ist ein Mann der klaren Worte. Damit eckt der 22-Jährige manchmal an. Aber häufig treffen seine Analysen eben auch wunde Punkte – und lancieren damit unbequeme, aber wichtige Diskussionen.

Eine davon ist: Wie heisst der Chef dieses Schweizer Teams?

Eigentlich heisst der Captain Gökhan Inler. In dessen Schatten hat sich aber Xhaka zum Denker und Lenker des Schweizer Spiels entwickelt. Beim 2:1-Sieg in Litauen hat Petkovic seinen Captain Inler in der 60. Minute ausgewechselt – danach gewann die Schweiz unter Xhakas Regie die Partie noch. Am Tag danach befeuerte Xhaka die Chef-Diskussion mit der Aussage Petkovic müsse sich «irgendwann entscheiden», wer der Chef dieses Teams sei. Die Ansprüche des Mönchengladbach-Profis sind deutlich zu erkennen.

Unbestrittener Captain

Vor den EM-Qualifikationsspielen gegen Slowenien (Samstag) und in England (Dienstag) äusserte sich Nationaltrainer Petkovic am Montag erstmals zur neu entfachten Chef-Diskussion. Er sagte: «Die Position von Gökhan Inler hat sich überhaupt nicht verändert.» Er bleibt Captain. Auch dass Inler bei seinem neuen Verein Leicester in der Premier League erst sieben von 180 möglichen Minuten bestritten hat, erachtet Petkovic im Moment als nebensächlich.

Petkovic gibt sich betont gelassen in der «Chef-Frage». Und stellt klar: «Die Worte von Xhaka haben mich nicht irritiert. Aber wir spielen ja mit drei Mittelfeldspielern. Jeder ist im Zentrum. Ich erwarte, dass sie rotieren und jeder Einzelne von ihnen das Spiel prägt.»

Mit einem Sieg gegen Slowenien könnte die Schweiz den Abstand auf den Haupt-Rivalen um Platz zwei in der Gruppe E hinter England auf sechs Punkte ausbauen und den wohl entscheidenden Schritt zur EM in Frankreich vom nächsten Sommer tätigen.

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