Schweizer Cup

Winter wendet FCZ-Blamage ab

Adrian Winter dreht nach seinem Treffer jubelnd ab, die Krienser hinter ihm sind bedient

Adrian Winter dreht nach seinem Treffer jubelnd ab, die Krienser hinter ihm sind bedient

Mit sehr viel Glück vermeidet es der FC Zürich, erstmals seit sieben Jahren gegen einen unterklassigen Gegner aus dem Schweizer Cup auszuscheiden. Der FCZ besiegt Kriens daheim 2:1.

Als Adrian Winter in der 82. Minute ein kurzes Zuspiel von Stephen Odey im zweiten Versuch zum 2:1 verwertete, durften sich die Zürcher glücklich schätzen. Der sich nun anbahnende, allenthalben erwartete Sieg hatte sich in keiner Phase der Partie abgezeichnet. Nur der kleine SC Kriens, der einzige Unterklassige in den Viertelfinals, hätte das Weiterkommen verdient,

Die Zürcher hätten sich beim Pausenpfiff nicht beklagen können, wenn sie mit zwei Toren in Rückstand gelegen und mit einem Mann weniger auf dem Platz gestanden hätten. Stattdessen hiess es 1:1, und Zürich war vollzählig. Die Spieler des SC Kriens, bescheidene Drittletzte in der Challenge und in den Hinterköpfen der Superligisten vielleicht ein wenig unterschätzt, dominierten über weite Strecken, erzielten nach 44 Minuten durch den palästinensischen Stürmer Saleh Chihadeh ein prächtiges Tor zum 1:1, hatten mit einem Latten- und einem Pfostenschuss Pech und wurden vom Schiedsrichter in zwei Szenen benachteiligt. Lionel Tschudi übersah im Zürcher Strafraum ein Foul von FCZ-Verteidiger Umaru Bangura, der Chihadeh zurückhielt. Nach einem bösartigen Foul zeigte Tschudi dem ersten Zürcher Torschützen Salim Khelifi nur die Gelbe Karte, obwohl Khelifi am Boden nachtrat.

In der zweiten Halbzeit verkürzten die Zürcher durch den für den blassen Benjamin Kololli eingewechselten Assan Ceesay in Bezug auf Latten- und Pfostenschüsse auf 1:2. Aber die besseren Szenen und die weit besseren Torchancen hatten weiterhin die Luzerner. In der Meisterschaft ist der Challenge-League-Neuling in Abstiegsgefahr. Aber mit Leistungen wie jener im Letzigrund müsste sich der SC Kriens bald davon verabschieden können.

In der Saison 2011/12 waren die Zürcher letztmals im Cup an einem unterklassigen Gegner hängengeblieben. Damals verloren sie beim FC St. Gallen in den Achtelfinals 2:4.

Telegramm:

Zürich - Kriens 2:1 (1:1)

3650 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 16. Khelifi (Domgjoni) 1:0. 44. Chihadeh (Siegrist) 1:1. 82. Winter (Odey) 2:1.

Zürich: Vanins; Rüegg, Bangura, Mirlind Kryeziu, Charabadse; Sertic, Domgjoni (46. Hekuran Kryeziu); Winter, Khelifi, Kololli (46. Ceesay); Odey (86. Maxsö).

Kriens: Osigwe; Urtic, Elvedi, Fanger, Mijatovic; Sukacev (66. Rüedi), Wiget (73. Cirelli), Sadrjaj, Costa; Siegrist; Chihadeh (80. Sulejmani).

Bemerkungen: Zürich ohne Marchesano, Untersee, Pa Modou, Omeragic, Aliu, Andereggen und Sauter (alle verletzt). Kriens ohne Dzonlagic, Hasanaj, Bürgisser, Kleiner, Seferagic, Selmani und Brügger (alle verletzt). 27. Vanins lenkt Kopfball von Chihadeh an die Latte. 45. Pfostenschuss Chihadeh. 56. Pfostenschuss Ceesay. Verwarnungen: 26. Khelifi (Foul), 47. Wiget (Foul), 58. Mijatovic (Foul).

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