Handy-Film

Xherdan Shaqiri verärgert Strassenopfer-Organisation

Fussball-Star und Selfie-Regisseur: Xherdan Shaqirir auf dem sozialen Netzwerk Instagram.

Fussball-Star und Selfie-Regisseur: Xherdan Shaqirir auf dem sozialen Netzwerk Instagram.

Fussballstar Xherdan Shaqiri sorgt mit einem selbstgedrehten Handyfilm für Wirbel. Von seinen Fans gab es mehr als 20 000 Likes, doch von der Organisation RoadCross Schweiz, die sich für Verkehrsopfer einsetzt, die Rote Karte.

Der 24-jährige Schweizer Fussball-Star Xherdan Shaqiri dachte sich nicht viel dabei, als er sich bei einer Autofahrt selbst filmte und den 10-Sekunden-Clip anschliessend auf Instagram stellte. Auf dem sozialen Netzwerk folgen ihm über 840 000 Fans aus der ganzen Welt, wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet. 

Im Clip hört man im Hintergrund Rapmusik. Shaqiri schneidet dazu Grimassen und blickt regelmässig in die Kamera seines Handys, das er in der rechten Hand zu halten scheint. Einmal macht er mit der linken Hand das Peace-Zeichen. «Wir reagieren mit Unverständnis auf das Video von Herrn Shaqiri», sagt RoadCross-Sprecherin Patrizia Koller in der „Schweiz am Sonntag“. «Während des Fahrens gehören beide Hände stets ans Steuer und der Blick auf die Strasse.» Grundsätzlich gelte: «Am Steuer Handy weg.»

Ablenkung ist eine der häufigsten Unfallursachen und führte 2014 zu mehr als 1000 schweren Personenschäden. Deshalb müsse das Schreiben und Lesen von Nachrichten, das Telefonieren mit dem Handy am Ohr sowie der Gebrauch der Handykamera unterlassen werden, sagt Koller.

Die «Schweiz am Sonntag» konfrontierte den Basler Mittelfeldspieler des englischen Vereins Stoke City FC mit der Kritik. Shaqiri zeigt sich sofort einsichtig, noch am selben Tag nahm er den Clip vom Netz. «Augenscheinlich ist sich Xherdan seiner Vorbildfunktion noch nicht immer bewusst», sagt sein Management in der „Schweiz am Sonntag“. «Er sieht sein Fehlverhalten jedoch ein und hat den Post zwischenzeitlich gelöscht.» Zudem werde Shaqiri, der laut der englischen «Mirror» bei Stoke rund 9,5 Millionen Franken pro Jahr verdient, zu «gegebener Zeit in angemessener Weise» reagieren. Bislang sei Shaqiri noch nie wegen unerlaubter Benützung des Telefons während der Autofahrt angezeigt oder bestraft worden. 

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