Zürich

Zürcher Regierung unterstützt härtere Gangart gegen Hooligans

Hooligans sollen schnell verurteilt werden können (Symbolbild)

Hooligans sollen schnell verurteilt werden können (Symbolbild)

Der Zürcher Regierungsrat unterstützt die geplanten Verschärfungen der Massnahmen im Kampf gegen Hooliganismus. Er beantragt dem Kantonsrat, dem geänderten «Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen» zuzustimmen, wie er am Donnerstag mitteilte.

Das angepasste Konkordat sieht neu eine Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele vor. Diese kann auch mit Auflagen verbunden werden. Zudem wird die Dauer und der Geltungsbereich des Rayonverbots erweitert. Geregelt werden auch Durchsuchungen bei den Zutrittskontrollen zu Sportanlässen.

Die Anpassungen des Konkordates bringen nach Ansicht des Regierungsrates «wichtige neue Instrumente». Sie gründeten auf dem Ansatz, dass alle Beteiligte an Sportanlässen stärker in die Pflicht zu nehmen seien und einen Beitrag zur Lösung der Gewaltproblematik zu leisten hätten.

Gleichzeitig will die Regierung am «bewährten Massnahmenmix gegen Gewalt im Sport» festhalten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dieser sieht neben Stadion- und Rayonverboten und repressive Massnahmen auch präventive Mittel wie Fanarbeit und Fanbetreuung vor.

Dazu zählt der Regierungsrat etwa die Beteiligung an den Rundtischgesprächen der Stadt Zürich mit FCZ, GC und den ZSC Lions, an denen der Kanton mit der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft vertreten ist. In Kloten sei der regelmässige Austausch zwischen Stadt, den Kloten Flyers und der Kantonspolizei etabliert.

Das «Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen» besteht seit 2007. Weil die Gewalt rund um Fussball- und Eishockeyspiele nicht nachhaltig eingedämmt werden konnte, hat Polizeidirektoren-Konferenz beschlossen, die im Konkordat definierten Massnahmen gegen Hooligans zu verschärfen.

Die Vorlage geht nun an den Kantonsrat. Dieser kann am Konkordatstext keine Änderungen vornehmen. Er kann ihm lediglich zustimmen oder ihn ablehnen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1