Champions League

Zwei personelle Fragezeichen beim FC Basel vor dem PSG-Kracher

Urs Fischer hat vor dem morgigen Spiel gegen PSG personelle Sorgen.

Urs Fischer hat vor dem morgigen Spiel gegen PSG personelle Sorgen.

Am Dienstagabend empfängt der FC Basel das grosse PSG zum Kracher im Champions-League-Rückspiel. Nebst der Schwierigkeit, das Geleistete in Paris zu bestätigen, muss sich Cheftrainer Urs Fischer auch noch mit personellen Problemen herumschlagen.

Als Michael Lang am Samstag in der 61. Minute das Feld verlässt, denkt sich jeder Fan des FC Basel wohl nur etwas: Hoffentlich ist er bis am Dienstag, wenn der FCB gegen Paris St-Germain antreten muss, wieder fit. Zu stark war die Form des unbestrittenen Stamm-Rechtsverteidigers zuletzt, sowohl offensiv als auch defensiv. 

Am Montagmorgen im Abschlusstraining dann fehlt Lang aber. "Es ist noch nicht sicher, ob es ihm reichen wird. Er wird morgen nochmal auf dem Platz getestet, dann werden wir entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist", erklärt Urs Fischer. Der FCB-Trainer muss sich also über eine Position Gedanken machen, die ihm zuletzt wohl mit die wenigsten Sorgen bereitete. 

Ein Ausfall Langs wäre bitter. Sein Ersatz, Omar Gaber, zeigte nicht nur am Samstag gegen GC, dass ihm die Sicherheit und die Abgeklärtheit noch fehlt. 

Ausnahme möglich 

Etwas Mut dürfte Fischers Aussage aber trotzdem machen, schliesst er Langs Einsatz doch nicht ganz aus. Und auch wenn normalerweise die eiserne Regel gilt, dass keiner zum Einsatz kommt, der das Abschlusstraining verpasst hat, dürfte bei Lang eine Ausnahme gemacht werden. Sollte die medizinische Abteilung grünes Licht geben und Lang sich fit fühlen, wird er spielen. 

Weniger gewichtig ist der mögliche Ausfall von Alexander Fransson. Auch beim Schweden ist noch nicht sicher, ob er fit genug ist für Dienstag. Er laborierte die letzte Woche an einer Grippe, verpasste das Spiel gegen Tuggen und GC. "Auch bei ihm werden wir es morgen abschliessend entscheiden", sagt Fischer. Zwar konnte Fransson heute Montag ein erstes Mal wieder mit der Mannschaft trainieren, musste aber zugeben, dass er nicht bei 100 Prozent sei. 

Ohnehin wäre er auf der Doppelsechs nach Geoffroy Serey Die, Taulant Xhaka und Luca Zuffi wohl nur Option Nummer 4. 

Auftritt bestätigen 

Neben den personellen Unsicherheiten stellt sich dem FC Basel vor allem eine grosse Frage: Wie der Auftritt in Paris bestätigt werden kann - und am Ende auch noch mehr daraus resultiert. "Wenn wir nochmal so eine Leistung abrufen können und noch etwas mehr Glück im Abschluss haben, dann ist Einiges möglich." Ausserdem dürfe man sich die groben Fehler in der Defensive, die zu den ersten beiden Gegentoren führten, nicht mehr leisten, sagt Fischer. 

Wie vor allem der Abschluss positiver gestaltet werden soll, ist für den FCB-Coach klar: "Wir müssen noch konsequenter und geradliniger spielen. Das versuchen wir auch immer im Training zu üben, aber am Ende sind Training und Spiel eben nicht dasselbe."

Sorgen macht sich Fischer aber keine, auch wenn der FCB in den ersten drei Spielen dieser Champions-League-Gruppenphase erst ein einziges Tor erzielt hat. "Wir haben Chancen herausgespielt. Erst wenn das nicht mehr der Fall ist, beginne ich mir Sorgen zu machen."

Im Kampf um den dritten Platz in der Gruppe will der FCB morgen dringend den nächsten einen oder lieber die ersten drei Punkte holen. "Wir gehen mit der Einstellung in dieses Spiel, es gewinnen zu wollen." Und um das zu schaffen, rückt für einmal auch beim FCB die Ästhetik des Sieges in den Hintergrund. "Es wäre mir egal, wenn morgen alle von einem schlechten Spiel reden, wenn es dafür für Punkte reicht", so Fischer. 

Meistgesehen

Artboard 1