Curling

Dem jungen Alter zum Trotz: Selbstbewusst ins WM-Debüt

Zusammen mit Coach Mirjam Ott (ganz links) feiern Skip Alina Pätz, Nadine Lehmann, Marisa Winkelhausen und Nicole Schwägli (v.l.) vom Team Baden Regio den Schweizer-Meister-Titel.

Zusammen mit Coach Mirjam Ott (ganz links) feiern Skip Alina Pätz, Nadine Lehmann, Marisa Winkelhausen und Nicole Schwägli (v.l.) vom Team Baden Regio den Schweizer-Meister-Titel.

Baden Regio vertritt die Schweiz an den Weltmeisterschaften in Sapporo. Nach dem ersten nationalen Titelgewinn startet das junge Team mit Skip Alina Pätz nicht ohne Ambitionen in Japan – auch dank einer prominenten Trainerin.

Zweieinhalb Wochen ist es her, seit Alina Pätz mit ihrem Team in Schaffhausen den Schweizer-Meister-Titel gewonnen hat. Doch es blieb kaum Zeit, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen – im Gegenteil. Bereits am kommenden Wochenende beginnt die Weltmeisterschaft in Sapporo, für die sich das Team vom CC Baden Regio dank dem Gewinn ihres ersten nationalen Titels qualifizieren konnte. «Nach der SM haben wir zuerst eine kleine Curlingpause eingelegt und gearbeitet, aber letzte Woche haben wir das Training nochmals intensiviert. Vor allem im Fitnessbereich haben wir das Letzte aus uns herausgeholt, damit wir alle topfit sind an der WM», so Alina Pätz.

Für die jungen Spielerinnen des Badener Teams – neben Pätz gehören Nicole Schwägli, Marisa Winkelhausen und Nadine Lehmann dazu – ist es die erste WM-Teilnahme in dieser Zusammensetzung. Ganz unerfahren ist zumindest Pätz trotzdem nicht. Sie konnte als Ersatzspielerin im Team der mittlerweile vom Skip zum Coach der Badenerinnen mutierten Mirjam Ott einige Einsätze an internationalen Grossanlässen absolvieren. «Dadurch habe ich sicherlich schon einige Erfahrungen sammeln können, die mir jetzt helfen, aber trotzdem ist jede WM einzigartig und es wird eine Herausforderung für uns», glaubt Pätz. Pätz ihrerseits nimmt als Ersatzspieler Carole Howald vom Team Biel mit an die WM. Howald wurde als Alternate bereits mit Flims Welt- und Europameisterin.

Top 6 im Visier

Trotz des für den Curlingsport jugendlichen Alters – das Team ist im Durchschnitt nur etwas über 26 Jahre alt – und der fehlenden Erfahrung müssen sich die Badenerinnen an der WM nicht verstecken. «Wenn es uns gelingt, an die Leistungen der Schweizer Meisterschaft anzuknüpfen, können wir jedes Team schlagen», ist Alina Pätz überzeugt. Kommt hinzu, dass das Team auf prominente Unterstützung zählen darf. Trainerin Mirjam Ott, ihres Zeichens zwölffache Medaillengewinnerin an internationalen Titelkämpfen, ist in Sapporo dabei. «Mirjam hat gegen die meisten Teams schon gespielt und weiss, wie man diese schlägt. Sie wird uns während des Spiels sicher mit ihren taktischen Vorgaben weiterhelfen können», meint Pätz, die einen Rang in den Top 6 anstrebt.

Gar noch mehr traut Manfred Item dem jungen Team zu. «Ich bin überzeugt, dass mit dem nötigen Glück eine Medaille drin liegt. Aber es ist sehr schwierig, eine Prognose abzugeben», so der Präsident von CC Baden Regio. Item ist stolz auf das Spitzenteam des Club und wird dessen WM-Auftritte wenn möglich im Internet mitverfolgen. «Für unseren Club und auch für die Stadt Baden ist es beste Werbung, wenn ein Team mit dem Namen CC Baden Regio an einer WM teilnehmen kann», so Item. «Es ist für uns gleichzeitig auch eine Ehre, dass wir so erfolgreiche, junge Spielerinnen in unserem Club haben dürfen.»

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