Leichtathletik
Rolf Malcolm Fongué ist bitter enttäuscht nach dem Abschneiden an den EM

Der Dietiker ist am Abend zuvor an den Europameisterschaften in Göteborg über 60 Meter im Halbfinal ausgeschieden. Mit 6,75 Sekunden lag er deutlich über seiner Bestleistung (6,65) und war langsamer als im Vorlauf (6,73).

Raphael Biermayr
Drucken
Rolf Malcolm Fongué steht in den Halbfinals

Rolf Malcolm Fongué steht in den Halbfinals

Keystone

Fongué hat es nicht geschafft, auf einen Grossanlass hin eine Topleistung abzurufen. Wie schon an der Hallen-WM 2010 in Doha, die für ihn nach einem Fehlstart innert Sekundenbruchteilen zu Ende war.

Der 25-Jährige stand sich wieder einmal selbst im Weg. Er hatte im Vorfeld von den Unsicherheiten gesprochen, die Wettkämpfe im Ausland mit sich bringen würden. Er spricht in Bildern: «Was ausserhalb deines Hauses passiert, also auf fremdem Terrain, kann dich überfordern.» Er wurde von seinem Unterbewusstsein übertölpelt.
Mehr Starts im Ausland
Fongué Lehre daraus: Er will mehr Starts im Ausland wahrnehmen. Auch und gerade in der bevorstehenden prestigeträchtigeren Freiluftsaison. «Wir müssen raus aus der Schweiz und uns mit den Schnellsten messen – nur so kommt man weiter.» Er begrüsst deshalb den Weg des Dietikers Amaru Schenkel, der unlängst einen mehrmonatigen Aufenthalt in Florida angetreten hat, wo er in einem Topumfeld trainieren kann. Fongué erhofft sich, indirekt auch davon zu profitieren: «Schenkel ist 10,19 Sekunden gelaufen, wir anderen sind mit guten Zeiten nachgezogen. Es braucht diesen Wettbewerb, sonst stagniert die Schweizer Szene.»

Aktuelle Nachrichten