Schach
Schachclub Wettswil neu in der Nationalliga B

Wettswil gewinnt den Aufstiegskampf gegen Pfäffikon ZH verdient, wenn auch hauchdünn. Er ist erstmals in der zweithöchsten Liga der Schweizer Meisterschaft vertreten.

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Hoch konzentriert und mit viel taktischem Geschick sicherten sich die Wettswiler den Platz in der NLB.

Hoch konzentriert und mit viel taktischem Geschick sicherten sich die Wettswiler den Platz in der NLB.

Keystone

Am vergangenen Samstag packte der Schachclub Wettswil seine Chance. Auswärts in Pfäffikon stieg er konzentriert und mit unbändigem Siegeswillen in den Aufstiegskampf. Bald hatte er sich an zahlreichen Brettern gute Stellungen erarbeitet. Nach vier Stunden zeichnete sich ein 5:3-Sieg der Ämtler ab. Aber noch konnte der Champagner nicht entkorkt werden. Denn: ein Missgriff/Blackout, und weg wäre das Erhoffte. Schliesslich zogen die kühl kalkulierenden Wettswiler die Bremse, gingen auf sicher und gaben die letzten zwei Partien remis. So war ihnen trotz 4:4-Unentschieden dank besserer Feinwertung – Sieg am fünften Brett gegenüber Pfäffiker-Sieg am siebten Brett – der Machtgewinn sicher. Der Triumph ist ein kollektives Meisterstück. Über die gesamte Saison hin war der Zusammenhalt gross. Mit dem Aufstieg in die Nationalliga B feiert der Schachclub Wettswil (gegründet 1979) den grössten Triumph seiner Vereinsgeschichte. Er dringt in die Gilde der Schweizer Top-30-Teams (gesamt 324) vor und ist dort mit Abstand der kleinste Verein.

Aufstiegsspiel 1. Liga / Nationalliga B, Pfäffikon ZH – Wettswil 4:4 (Brettpunkte 13:15)
Patrik Hugentobler (Elo 2216) – Daniel Christen (2238) remis; Thomas Künzli (2038) – Sacha Georges (2215) remis; Stefan Wanner (2108) – Hanspeter Bieri (2123) remis; Manfred Gosch (2055) – Philipp Aeschbach (2150) remis; Hans Joller (1958) – Theo Heldner (2078) 0:1; Christian Mäder (2047) – Kaspar Köchli (2036) remis; Andreas Scheidegger (1997) – David Klee (1924) 1:0; Thomas Mülli (2046) – Urs Allenspach (1923) remis.

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