Nach Traumstart
Roger Federer vergibt Matchball, verliert, und sagt: «Der Rücken war steif, die Schulter schmerzte, aber ich bin glücklich»

Roger Federer vergibt im Viertelfinal von Doha gegen den Georgier Nikolos Basilaschwili (29, ATP 42) einen Matchball und verliert nach 1:48 Stunden mit 6:3, 1:6, 5:7. Trotzdem zieht er eine positive Bilanz.

Simon Häring
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Roger Federer scheitert in den Viertelfinals von Doha.

Roger Federer scheitert in den Viertelfinals von Doha.

Samer Al-Rejjal/Freshfocus / MB Media

Das Comeback von Roger Federer nach zwei Operationen am Knie und 405 Tagen Pause endet in den Viertelfinals von Doha. Der Baselbieter unterliegt dem Georgier Nikolos Basilaschwili (29, ATP 42) nach 1:48 Stunden Spielzeit mit 6:3, 1:6, 5:7. Dabei lässt der Schweizer beim Stand von 5:4 und Aufschlag Basilaschwili einen Matchball ungenutzt.

Es war ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern. Zu Beginn der Partie schlägt Federer Asse im Akkord, punktet mit der Vorhand und setzt Glanzpunkte mit der Rückhand. Das einzige Break des ersten Satzes gelingt dem 39-Jährigen zum 3:1. Nach 38 Minuten verwertet Federer mit seinem siebten Ass den zweiten Satzball. 6:3. Eine formidable Darbietung.

Doch dann kommt der Bruch.

Comeback geglückt, trotz Niederlage in Doha.

Comeback geglückt, trotz Niederlage in Doha.

Freshfocus

Federer gibt gleich zum Start in den zweiten Satz den Aufschlag ab. Die Chance, mit einem Rebreak zu reagieren, lässt Federer ungenutzt – und vergibt drei Breakchancen in Folge. Dem Georgier gelingt ein weiteres Break zum 5:1. Federer verliert den zweiten Satz deutlich. Erneut muss der dreifache Doha-Sieger (2005, 2006 und 2011) in einen dritten Satz.

Dort hält sich Federer lange Zeit mit dem eigenen Aufschlag über Wasser. Und kommt beim Stand von 5:4 und Aufschlag Basilaschwili selber zu einem Matchball, den er allerdings ungenutzt lässt. Beim Stand von 5:5 gibt Federer seinen Aufschlag ab. Ein Rückschlag, auf den er nicht reagieren kann. Das Comeback endet mit einer Niederlage in den Viertelfinals.

Er habe Angst davor gehabt, wie er sich am Tag nach seinem ersten Spiel fühlen würde. Gleichwohl zieht Federer eine positive Bilanz, er sagt:

«Es war ein langer Weg. Ich bin glücklich, wie ich mich fühle. Es war für mich nie realistisch, das Turnier zu gewinnen. Der Rücken war etwas steif, die Schulter schmerzt etwas. Aber das habe ich erwartet. Ich fühle mich nicht schlecht»

Wenige Stunden nach dem Ausscheiden in Doha gab Federer bekannt, dass er auf eine Teilnahme am in der kommenden Woche stattfindenden ATP500-Turnier in Dubai verzichtet. «Federer sagt: «Ich habe entschieden, dass es das Beste ist, wieder zu trainieren. «Ich wusste, dass ich nicht bei hundert Prozent bin. Ich sehe es, ich fühle es», sagte er in Doha. Doch er habe nun die Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg sei. Schon vorher war klar gewesen, dass er im April einen längeren Fitnessblock einlegen würde. Auf das Masters-Turnier in Miami, wo er vor zwei Jahren gewann und damit Titelverteidiger wäre, weil dieses im letzten Jahr ausegfallen war, verzichtet er. Sein nächstes Turnier bestreitet Federer auf Sandbelag.

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