Henrik Kristoffersen, im Weltcup so etwas wie der ewige Zweite, gewinnt im Riesenslalom seinen ersten WM-Titel. «Es wurde langsam Zeit», sagte der Norweger, der bei Halbzeit noch auf Rang drei gelegen war. Kristoffersen hat eine durchzogene Weltcup-Saison hinter sich, er blieb bisher ohne Sieg. Bei Weltmeisterschaften war er bisher drei Mal Vierter gewesen. 

Silber geht an den von einer Grippe geschwächten Marcel Hirscher, den Titelverteidiger und amtierenden Olympia-Sieger in dieser Disziplin. Der Österreicher verlor 0,20 Sekunden auf die Gesamtzeit seines ewigen Rivalen. Österreich, das in der Nationenwertung des Weltcups klar in Front liegt, wartet damit zwei Rennen vor Ende der WM noch immer auf die erste Goldmedaille.

Bronze geht an den Kombinations-Weltmeister Alexis Pinturault, der nach dem ersten Lauf in Front gelegen war. Undankbarer Vierter wird der Schweizer Hoffnungsträger Loïc Meillard. Der 22-Jährige war nach dem ersten Lauf auf Rang 5 gelegen. Weil er doch eine halbe Sekunde auf den dritten Rang verlor, freute er sich gleichwohl über seine Leistung.

«Klar, ein vierter Platz ist nie lustig. Aber die drei Favoriten sind vorne. Darum ist es eine süsse Medaille de Chocolat, wie wir in der Romandie sagen.» WM-Debütant Marco Odermatt verlor im zweiten Durchgang zwar noch zwei Plätze, überzeugte als Zehnter aber erneut. Mit Thomas Tumler und Gino Caviezel schieden die weiteren Schweizer im ersten Durchgang aus. (SDA/sih)