Mauro Caviezel liegt in der Kombination von Bansko nach dem Super-G in Führung

Mauro Caviezel erarbeitete sich in der Weltcup-Kombination in Bansko eine gute Ausgangslage. Der Bündner realisierte Bestzeit im Super-G.

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(sda) Auf einem stark drehenden Parcours, der die starken Abfahrer allgemein wenig freute, zeigte Caviezel, was er technisch drauf hat. Der 30-Jährige, der die WM-Kombination auf Platz 7 abgeschlossen hatte, verwies den Österreicher Vincent Kriechmayr um 6 Hundertstel auf Platz 2.

Favorit auf den Sieg in Bulgarien ist aber der Franzose Alexis Pinturault, der im Super-G als Dritter lediglich 16 Hundertstel auf Caviezel einbüsste. Im Slalom wird dies der französische Kombinations-Weltmeister problemlos wettmachen, falls er nicht ausscheidet.

Für Caviezel liegt aber eine Spitzenklassierung absolut im Bereich des möglichen. Dem slowenischen WM-Zweiten Stefan Hadalin nahm er exakt eine Sekunde ab, und Marcel Hirscher büsste 1,83 Sekunden ein. Dessen Landsmann Marco Schwarz, der Gewinner der bisher einzigen Kombination dieser Saison in Wengen, hielt sich mit einem Rückstand von 1,23 Sekunden sehr gut, doch der Kärntner zog sich bei der Landung am letzten Sprung eine Knieverletzung zu und muss auf den Slalom verzichten.

Einen guten Super-G zeigte mit Stefan Rogentin ein weiterer Bündner, der nur 1,16 Sekunden auf Caviezel verlor. Sehr ansprechend hielten sich zudem mit hohen Nummern Gino Caviezel und Marco Odermatt, die es beide knapp in die Top 20 schafften.

Loïc Meillard bestreitet in Bansko seine erste Kombination im Weltcup. Der Walliser verlor im Super-G gut zwei Sekunden, womit für ihn eine Spitzenklassierung möglich scheint.

Eine grosse Chance vergab Luca Aerni. Der Berner, mit Nummer 1 gestartet, passierte bei der letzten Zwischenzeit kurz vor dem Ziel als Schnellster, fuhr dann aber an einem Tor vorbei. Als starker Slalomfahrer hätte der Kombinations-Weltmeister von 2017 ansonsten um den Sieg mitfahren können.